Wer die Rose liebt, nimmt die Dornen in Kauf: Die Rosenhochzeit

Zehn rote Rosen zum zehnten Hochzeitstag - ein Muss für den Ehemann. Foto: Pixabay (Public Domain)
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„Für mich soll´s rote Rosen regnen“ – das wünschte sich schon Hildegard Knef in ihrem gleichnamigen Hit. Für Brautpaare ist dies an ihrem großen Tag keine Seltenheit und auch nach der ersten Eheleben-Dekade spielt die Königin unter den Blumen eine große Rolle, wird doch am zehnten Hochzeitstag die Rosenhochzeit gefeiert.


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Die Rose – das Sinnbild der Ehe

Keine andere Blume wird so häufig mit der Liebe assoziiert wie die Rose. Der zehnte Hochzeitstag nutzt somit DAS Sinnbild für Liebe und Schönheit, um seine andauernde Liebesbeziehung zu feiern. Allerdings, und das kann jeder, der schon einmal mit Rosen hantiert hat, bestätigen, sind diese Blumen zwar wunderschön anzusehen, können jedoch durch ihre kleinen, spitzen Dornen auch unangenehm werden. Und auch das wird das Jubelpaar sicherlich bestätigen, lässt sich dies doch ebenso auf das Eheleben übertragen. Schließlich gibt es auch in einer gut funktionierenden Ehe Momente und Phasen, in denen nicht alles glatt läuft und das Ehepaar allerlei Herausforderungen und Widrigkeiten überstehen muss. Wer dies meistert, liebt wahrhaftig und hat nach einer ganzen Dekade voller Höhen und Tiefen auch allen Grund dies entsprechend zu zelebrieren.

Im Zeichen der Rose – Bräuche und Traditionen

Die Bräuche und Traditionen zum zehnten Hochzeitstag stehen natürlich auch ganz im Zeichen der Rose. Einer von ihnen wird, durch die Simplizität, vor allem den Ehegatten gefallen: So müssen diese dem Brauch folgend ihre Ehepartnerin mit zehn roten Rosen beschenken. Traditionell wird zu diesem Hochzeitsjubiläum von den Ehepartnern als Symbol ihrer tiefen Liebe füreinander ein Rosenbusch oder -stock gepflanzt. Sollten Freunde und/oder Verwandte auf der Suche nach einer Aufmerksamkeit für das Jubelpaar sein, so können sie den in bestimmten Gegenden etablierten Brauch aufgreifen und die Eingangstür des Ehepaares mit einem gebundenen Rosenkranz verzieren. Da die Rosenhochzeit in Norddeutschland auch als Hölzerne Hochzeit bezeichnet wird, sich Hölzer als Geschenk aber nur bedingt eignen, kann der zuvor gebundene Rosenkranz von den Schenkern auch mit Küchenutensilien aus Holz behangen werden. Auch weitere Haushaltsgegenstände wie Geschirr-, Bett- und Tischwäsche sind ein beliebtes Geschenk zur Rosenhochzeit, da man davon ausgeht, dass nach den ersten zehn Ehejahren schon einiges zu Bruch gegangen ist. Sollte der zehnte Hochzeitstag auch mit Gästen gefeiert werden, so sollten sich einige auf jeden Fall auch auf  Tischreden einstellen. Brauch ist es, dass hierbei vor allem die einstigen Trauzeugen mit einem persönlichen Wortbeitrag glänzen.

Die ersten zehn Jahre – ein Grund zum Feiern

Wer bereits auf stolze zehn Ehejahre zurück- und sich gegenseitig noch voller Liebe anblickt, der hat allen Grund dieses gebührend mit Familie, Freunden und Bekannten zu feiern. Je nach persönlichem Gusto kann sich das Jubelpaar dabei auf einen elitären Kreis an Gästen verständigen, oder den zehnten Hochzeitstag ähnlich umfangreich wie die eigentliche Hochzeit feiern. In keinem Fall sollten die Trauzeugen fehlen, sind sie es doch, die dem Ehepaar viele nette Worte im Zuge ihrer Tischrede zukommen lassen werden. Ungeachtet, in welchem Umfang das Jubiläum gefeiert wird, von der Papeterie über die Dekoration bis hin zu der Menüwahl kann ebenfalls alles im Zeichen der Rose stehen. So zieren die Einladungen auf jeden Fall rote Rosen oder enthalten sogar einige Blätter der stacheligen Schönheiten. Auf der Tafel sollten Rosenblätter (ob frisch oder aus Stoff) verteilt und durch Rosensträuße ergänzt werden. Auch kulinarisch hat die Königin der Blumen einiges zu bieten. Sei es durch Gerichte, die durch die Zugabe von Rosenöl oder -wasser verfeinert werden, oder lediglich optisch die typische Rosenform annehmen. 

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