Vom Segen bei der Traufe – Zwei Gründe zum Feiern

Die Zusammenlegung von Trauung und Taufe zu einer "Traufe" hat nicht nur finanzielle und organisatorische Vorteile. Foto: Pixabay (Public Domain)

Auch wenn es heutzutage durchaus gesellschaftlich akzeptiert ist, in anderen Umständen zu heiraten, schrecken gerade viele Bräute vor genau diesem Schritt zurück, bedeutet das doch nicht nur den Verzicht auf Alkohol, sondern auch Einschränkungen im Hinblick auf die Termin- und Kleiderwahl und einhergehenden körperlichen Belastungen. In freudiger Erwartung vor den Traualtar zu treten, ist also verständlicherweise nicht „jederfraus“ Sache. Wer den schönsten Tag des Lebens nicht als möglichen quälenden Kraftakt erleben will, der kann die traditionelle Reihenfolge „verliebt, verlobt, verheiratet, vermehrt“ auch ohne Bedenken in „verliebt, verlobt, vermehrt, verheiratet“ ändern. Im Zuge der Trauung kann dann auch gleich die Taufe des Nachwuchses erfolgen – eine sogenannte „Traufe“.

Was ist eine Traufe?

Bei einer „Traufe“, einem Gottesdienst, bei dem sowohl das Kind getauft, als auch die Eltern getraut werden, wird das Kind in die Kirchengemeinde aufgenommen und den Eltern der Segen Gottes für eine glückliche Ehe ausgesprochen. Eine Traufe ist sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche möglich. Für Katholiken bietet sich allerdings ein weiterer Vorteil, die Trauung und die Taufe am selben Tag zu feiern, da ein Kind nur dann katholisch getauft werden darf, wenn die Eltern zuvor den Bund der Ehe besiegelt haben.

Gründe für eine Traufe?

Nicht nur die bewusste Entscheidung gegen eine Trauung in anderen Umständen aus genannten Gründen, auch der mögliche Wunsch bzw. die finanzielle Notwendigkeit, zunächst nur standesamtlich zu heiraten und die kirchliche Hochzeit auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen, können zum Entschluss führen, beide Gottesdienste an einem Tag zu feiern.

Vorteile einer Traufe?

Bei einer Traufe werden nicht nur zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, sondern gleich mehrere. So ist sowohl die Trauung des Brautpaares als auch die Taufe des Kindes ein emotionales und freudiges Ereignis der jungen Familie. Die Kombination beider betont die Verbundenheit von Eltern und Nachwuchs und wird mit einem großen Fest entsprechend gewürdigt. Natürlich hat dies auch Auswirkungen auf den finanziellen und organisatorischen Aufwand, der durch die Zusammenlegung entsprechend niedriger ausfällt. Gerade zur Haupt-Hochzeits- und Taufzeit, die in der Regel von Mai bis September geht, wird es schwierig, gleich zwei Termine zu finden, an denen die Hochzeit und die Taufe gefeiert werden kann. Auch für Gäste, die eine längere Anreise zum Festort antreten müssten, kommt eine Doppeleinladung bestimmt sehr gelegen.

Was sollte beachtet werden?

Wichtig bei der Kombination von Trauung und Taufe ist sicherlich die ausgewogene Gewichtung beider Ereignisse. Diese sollte sich sowohl in den Einladungskarten als auch im späteren Gottesdienst und der anschließenden Feier wiederfinden. Das Brautpaar sollte daher im Vorfeld seine Wünsche zum Ablauf des Gottesdienstes mit dem Pfarrer besprechen. Hat dieser bereits selber Erfahrungen mit Traufen sammeln können, wird er sicherlich auch einige Vorschläge zur Umsetzung machen können. Einige Paare wünschen sich, gerade wenn der Täufling noch sehr klein ist, eine stärkere Gewichtung der Trauung. Allerdings steht das gemeinsame Kind natürlich im Leben der Eltern im Mittelpunkt und sollte auch auf der anstehenden Feier nicht zu kurz kommen. Eine eigene „Tauftorte“ oder die Integration selbiger in die Hochzeitstorte, zum Beispiel durch die kindgerechte Gestaltung einer Etage, ist sicherlich eine schöne Idee. Auch die Geschenke der Frischvermählten und des Nachwuchses könnten an getrennten, speziell dekorierten Tischen platziert werden.

Genau wie die Einladungskarten, könnte auch die Hochzeits- und Tauftorte zu eine Trauftorte verschmelzen. Foto: Pixabay (Public Domain)

Genau wie die Einladungskarten, könnte auch die Hochzeits- und Tauftorte zu eine Trauftorte verschmelzen. Foto: Pixabay (Public Domain)

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