Traum zwischen Tannen: Der Wald als Trendlocation 2017

Nicht nur für Naturfans: Der Wald wird in diesem Jahr zur Trendlocation für Heiratswillige. Foto: Nick
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Hoch Francoise soll uns aktuell wieder Sonnentage bei sommerlichen Temperaturen bringen. Abkühlung findet man da nicht nur in den regionalen Schwimmbädern und Badeseen, sondern auch in heimischen Wäldern. Wer die Tage heiratet, freut sich sicherlich über die beständigen Sommertage, hat jedoch auch mit den hohen Temperaturen zu kämpfen, sind diese doch vor allem dem Brautlook nicht gerade förderlich. Für den Tag der Tage sucht man sich daher lieber ein schattiges Plätzchen – und kann dabei voll im Trend liegen. Denn, das Ja-Wort im Wald steht in diesem Jahr hoch im Kurs und sorgt für eine wahre Traumhochzeit zwischen Tannen.


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Der Wald ruft

Nicht nur für echte Naturfans bietet eine Waldhochzeit den idealen Rahmen, auch Individualisten, die sich nach einer Trauung abseits des Mainstreams sehnen, werden im Wald fündig – wenn sie denn erst einmal DEN Wald vor lauter Bäumen gefunden haben. Dafür bedarf es natürlich einiger Tage in heimischen Gefilden um auch wirklich das Stückchen Wald zu finden, was nicht nur optisch etwas hermacht, sondern auch die Ansprüche des Brautpaares an ihre Wunschdekoration und ihr Programm erfüllt. Ist erst eine schöne Lichtung oder eine wäldliche Wiese gefunden, stellt sich noch die Frage nach dem Besitzer für die obligatorische Genehmigung. Diesen ermittelt man am besten über die zuständige Gemeinde, die Jägerschaft oder die Niedersächsischen Landesforsten. Unter gewissen Auflagen und gegen Entgelt steht einer Waldtrauung dann sicherlich nichts im Wege. Gerade in den wärmeren Monaten gibt es natürlich einige Verhaltensregeln zu beachten, die vor allem Waldbrände verhindern sollen. So ist das Rauchen in Wäldern generell vom 1. März bis 31. Oktober verboten und auch das Grillen oder jegliche andere offene Feuerstellen zu vermeiden. Auch Pkws mit heißgelaufenen Katalysatoren sollten nicht auf Wiesen und Waldwegen geparkt werden und jeglicher Müll sollte entsprechend entsorgt werden und somit nicht zum möglichen Brandherd werden.

Nun „Waidmannsheil“

Ist alles unter Dach und Fach, kann es an die Detailplanung der Hochzeit gehen und da sollte natürlich alles unter dem Motto „Wald“ laufen. Hierzu ein paar Gestaltungsideen:

Save-the-Date

Die Save-the-Date-Einladungen könnten in Form eines Baumes oder Blattes daherkommen.

Hochzeitseinladungen

Die späteren Einladungskarten könnten in Holzoptik sein und geschnitzt wirken, oder es wird mit grafischen Motiven gearbeitet, die das Waldmotto aufgreifen, wie zum Beispiel Füchse oder Hirsch und Reh als Braut und Bräutigam. Aber auch Elfen- und Fabelwesen passen zum Motto, erinnern sie doch an verwunschene Wälder aus Büchern und Filmen.

Farbmotto

Grün, grün, grün sind alle meine Kleider – auch wenn der Schatz kein Jäger ist, so bietet sich Grün als Farbmotto für eine Waldhochzeit doch mehr als an und ist zudem auch noch die diesjährige Trendfarbe. Wie das Farbinstitut Pantone ermittelt hat, sind die Grüntöne „Greenery“ und „Kale“ sowie der Braunton „Hazelnut“ in 2017 besonders angesagt und nahezu perfekt für das Waldmotto. Als Komplementärfarbe zu den Grüntönen bietet sich ein dunkles Rot, da Braun kein reiner Farbton ist, gibt es auch keine eindeutige Komplementärfarbe, würde aber sicherlich gut zu weiteren Beigetönen harmonieren. Wer es nicht allzu natürlich mag, kann auch mit „Primrose Yellow“ (einem kräftigen Gelbton) oder „Pink Yarrow“ (einem knalligen Pinkton) Akzente setzen.  

Dekoration

Ganz viel von dem, was eine Waldhochzeit zu einer Waldhochzeit macht, befindet sich bereits an der Location. Zweige, Äste, Blätter, Tannenzapfen – alles, was der Wald hergibt, kann in die Dekoration eingebaut werden. Ergänzt um Strohballen sowie Holzstümpfe mit Kissen und Decken zu Sitzgelegenheiten umfunktioniert. Auch die leicht selber zu bauenden Palettenmöbel bieten sich als Sitzgelegenheit während der Trauung an. Dazu können noch Loungebereiche zwischen den Bäumen mit Papierlampions kleinen Holzschildern und Sonnensegeln geschaffen werden. 

Tischdekoration

Die Platzkarten werden in frische Tannenzapfen gesteckt und Holz, Moos, Blätter und Wildblumen verzieren die Tafelmitte. Auch heimische Beerensorten sorgen sicherlich für einen farblichen Hingucker. 

Floristik

Analog zu dem natürlichen Look der Location, sollte auch das florale Konzept möglichst wild gestaltet werden. Hierzu eigenen sich in den warmen Monaten vor allem Sonnenblumen, Mohn, Ringelblumen, Kornblumen, Phlox, Margeriten, Bartnelken, Kamille, Rittersporn, Löwenmäulchen, Schneebälle, Schleierkraut, Limonium und weitere Gräser, Beeren und Kräuter. All diese Blumen, Gräser und Kräuter können ganz nach Belieben für Brautstrauß, Haarkranz und Tischdekoration in unterschiedlichen Zusammenstellungen verwendet werden und ergeben trotzdem ein einheitliches Bild.

Kleid und Anzug

Je natürlicher die Location, desto legerer darf auch das Outfit von Braut und Bräutigam sein. Am besten geeignet für eine Waldhochzeit sind Kleider im Vintage- und Boho-Look, die mit Spitze besetzt und/ oder aus Seide gefertigt sind. Weit ausgestellt sollte das Kleid nicht unbedingt sein, ist aber sicherlich Geschmackssache. Auch Mut zur Farbe darf die Braut im Wald gern zeigen. Der Bräutigam muss nicht im Smoking vor den Wald-Altar treten, sondern kann es ebenfalls locker angehen. Eine moderne Anzughose kombiniert mit einem Hemd, Fliege und Hosenträgern ist lässig und festlich zugleich. 

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