Verliebt und verlobt im Seniorenheim: Regina Ilona Fleischmann und Günter Köchy. Foto: DRK Peine
Verliebt und verlobt im Seniorenheim: Regina Ilona Fleischmann und Günter Köchy. Foto: DRK Peine

Spätes Glück: Verlobung im DRK-Seniorenheim

Peine. Das war mal eine ganz außergewöhnliche Nachricht im DRK-Seniorenheim Haus am Stadtpark: An ihrem 70. Geburtstag gab Bewohnerin Regina Ilona Fleischmann die Verlobung mit einem zweiten Bewohner aus der Einrichtung des Rotkreuz-Kreisverbandes Peine, Günter Köchy (82), bekannt. Der doppelte freudige Anlass (Geburtstag/Verlobung) wurde im Haus groß gefeiert. Das berichtet das DRK.

Kennengelernt hatten sich die beiden in einem anderen Seniorenheim in Vöhrum. Sie zogen dann kurz nacheinander in das DRK-Haus am Stadtpark um. Regina Ilona Fleischmann wurde 1949 in Unna als Tochter eines Bergarbeiters geboren und übte den Beruf der Kassiererin aus, in ihrer Freizeit besuchte sie früher häufig Kinos. Sie liebt Musik und geht gerne in die Kirche.

Nach einem Unfall zog sie in ein Seniorenheim ein. Dort lernte sie ihren jetzigen Lebensgefährten und Verlobten kennen. Günter Köchy stammt aus Obersickte im Landkreis Wolfenbüttel, sein Vater war Schneider, er war von Beruf Kraftfahrer, liebte seinen Job, die Kabine im Lastwagen war wie sein zweites Zuhause. Urlaube genoss er mit seiner Frau häufig am Gardasee, generell in Italien und auf Mallorca. Nach dem Tod seiner Frau bereits im Jahr 1995 lebte er alleine und zog beizeiten in ein Seniorenheim.

Schicksalshafte Begegnung


Dort kam es dann im vergangenen Jahr zu der schicksalshaften Begegnung mit Regina Ilona Fleischmann. Gut zwei Monate nach seiner Freundin folgte er ihr ins DRK-Seniorenheim Haus am Stadtpark in Peine. Familie und Freunde der beiden waren dabei, als das Paar die Verlobung bekannt gab und sich gegenseitig Ringe ansteckte. Speziell zu seiner Tochter und seiner Enkelin pflegt Köchy besonderen Kontakt. „Alle freuten sich sehr mit dem verliebten Paar“, berichtet Mania Zeinoun-Bensch vom Begleitenden Dienst des DRK.

Beide wohnen übrigens nicht im selben Zimmer, noch nicht mal auf derselben Etage, was Frühaufsteher Günter Köchy aber die Gelegenheit gibt, nach seinem ersten morgendlichen Kaffee stets seine Verlobte abzuholen, wie es sich für einen Gentlemen gehört, und sie abends zurück zu ihrem Zimmer zu begleiten. Zwischendurch verbringen die Verlobten viel Zeit miteinander.

Ein Hochzeitstermin ist zunächst nicht bekannt oder geplant, beide wünschen sich nun aber, im DRK-Haus am Stadtpark „gemeinsam alt zu werden.“



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