So wird die Hochzeitszeitung nicht zum Käseblatt

Mit einer kostenlosen Software zur Erstellung der Hochzeitszeitung, kann diese auch als "echte" Tageszeitung aufbereitet werden. Foto: Pixabay (Public Domain)

Ein sehr beliebtes Präsent zur Vermählung ist immer noch die Hochzeitszeitung. Persönlich, kreativ und individuell – so soll nach Möglichkeit das gedruckte Geschenk daherkommen, dient es doch nicht nur als Kassenfüller während der Feierlichkeiten, sondern auch zur Belustigung der Hochzeitsgesellschaft und natürlich als zusätzliche Erinnerung an den Tag der Tage. Die gemeinsame Geschichte von Braut und Bräutigam soll durch die Hochzeitszeitung fantasievoll in Szene gesetzt werden und den Hochzeitsgästen einen Einblick vom Kennenlernen bis zum Trauungstag geben. Hierbei ist es natürlich besonders wichtig, dass keine dem Brautpaar unangenehmen Fotos verwendet werden und auch die von den Gästen eingereichten Artikel sollten alle von der Wortwahl her „oberhalb der Gürtellinie“ bleiben. Damit die Hochzeitszeitung auch gestalterisch nicht zum Käseblatt wird, hier einige Tipps an die „Hochzeits-Redakteure“:


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Material zusammentragen

Auch bei der Erstellung der Hochzeitszeitung sollte mit so viel Vorlauf wie möglich geplant werden. Je früher Freunde und Verwandte um die Zusendung von Fotos und Artikeln gebeten werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass bis zu einem festgelegten „Anzeigenschluss“ alles entsprechend eingereicht und berücksichtigt werden kann. Die Ersteller sollten vielleicht in regelmäßigen Abständen auch noch einmal die Bitte wiederholen, sodass auch wirklich alles berücksichtigt werden kann.

Inhalt

Die Hochzeitszeitung sollte vor allem eins nicht sein: Langweilig. Die Fotos und Beiträge, die ausgewählt werden, sollten für einige Schmunzler sorgen und dürfen auch ruhig ein wenig provokativ sein, jedoch ohne das Brautpaar bloßzustellen. Gängige Inhalte einer Hochzeitszeitung sind:

Persönliches Vorwort
Hier wird die gemeinsame Geschichte der Frischgetrauten dargestellt. Wie und wann haben sie sich kennengelernt? Welche Highlights der Beziehung sind erwähnenswert?

Steckbrief von Braut und Bräutigam
Hier sollten Braut und Bräutigam individuell vorgestellt werden? Neben den klassischen Steckbrief-Angaben wie Name und Beruf, können hier auch Eigenheiten von Braut und Bräutigam aufgezählt werden. Was mag sie, was mag er? Was mag sie gar nicht, was mag er gar nicht? Welche Gemeinsamkeiten hat das Brautpaar? Was für Streitpunkte gibt es?

Allgemeines und persönliches zum Thema Liebe
Zur visuellen Auflockerung tragen Comics, Sprüche, Zitate oder Gedichte zum Thema Liebe bei. Auch ein Hochzeitshoroskop für das Brautpaar sowie ein persönliches Hochzeitsrätsel sollten nicht fehlen. Kostenlose Vorlagen sind online zu finden.

Fotos
Collagen sollten ebenfalls in keiner Hochzeitszeitung fehlen. Ob nun eine Chronologie von Braut und Bräutigam vom Kindesalter bis zur Verlobung, oder Fotos des Paares mit den jeweiligen Hochzeitsgästen entscheidet der Gestalter.

Werbung
Sind noch freie Flächen vorhanden, können diese mit „Werbeanzeigen“ gefüllt werden, die sich natürlich auch auf das Brautpaar beziehen sollten.

Interviews
Auch klassische Interviews mit Freunden und Verwandten zum Kennenlernen des Brautpaares oder lustige Erlebnisse können verarbeitet werden. Entweder die Organisatoren schicken die zu beantwortenden Fragen vorab an die Gäste, sodass jeder seine Antworten einreichen kann, oder man lässt die Beiträge frei verfassen und die Gäste ihren Schwerpunkt selber legen.

Gliederung der Zeitung

Damit das Durchblättern Spaß macht, sollte die Gliederung so gewählt sein, dass der Leser abwechslungsreich unterhalten wird. Das Deckblatt ziert natürlich ein Foto des Hochzeitspaares. Auch die folgenden Themen könnten hier schon genannt werden. Auf der ersten Seite sollte dann ein Inhaltsverzeichnis einen Überblick über die Artikel liefern. Das persönliche Vorwort schließt direkt an. Der restliche Aufbau ist generell frei wählbar, man sollte jedoch auf eine ausgewogene Mischung zwischen Text- und Bildbeiträgen achten.

Gestaltung der Zeitung

Natürlich kann die Hochzeitszeitung mit den gängigen Office-Programmen erstellt werden, denn auch dort können beliebig Bilder eingefügt werden. Spätestens jedoch, wenn es um das Layout geht, welches ja einer Tageszeitung möglichst nahe kommen soll, und wenn Bilder bearbeitet und beschnitten werden sollen, müsste mit Photoshop und ähnlichen Bildbearbeitungsprogrammen gearbeitet werden. Nun sind diese Programme zum einen nicht kostenlos und zum anderen für den Laien ohne Vorkenntnisse nur schwer zu verwenden. Abhilfe schafft hier die kostenlose Schobuk-Software, mit welcher individuelle Hochzeitszeitungs-Layouts erstellt werden und zwar vom Deckblatt bis zur Rückseite. Neben Basis-Vorlagen können hier auch individuelle Anpassungen vorgenommen und Bilder und Texte entsprechend bearbeitet werden.

Der Druck

Früher war es gängig, dass die erstellte Hochzeitszeitung einfach gedruckt und kopiert wurde, um dann anschließend geheftet zu werden. Dies fand meistens in einem nahegelegenen Copy-Shop statt. Die Bindungen variieren, je nach Gusto, von einer einfachen Lochung der Seiten, die mit einem Band zusammengehalten werden, über eine klassische Klammerheftung, bis hin zu Spiral- oder Heißbindungen. Wer Zeit sparen will, kann auch direkt über die kostenlose Schobuk Online-Software gedruckt werden. Die klassische Heftung ist hier die Klammerheftung. Es ist allerdings auch möglich, die Hochzeitszeitung auf richtigem Zeitungspapier im Format 46,4 x 32,4 cm zu drucken. Je vier Seiten können pro Bogen dargestellt werden, welcher mittig gefalzt wird, sodass ein Endformat von 23,2 x 32,4 cm resultiert.

Auflage

Die zu druckende Auflage der Hochzeitszeitung ist natürlich abhängig von der Anzahl der geladenen Gäste. Besteht die Hochzeitsgesellschaft hauptsächlich aus Familien, kann mit einem Exemplar pro Familie kalkuliert werden. Ein guter Mittelwert ist sicherlich die Hälfte der Gästeanzahl. Ein paar Extra-Exemplare für das Brautpaar und allen Familienangehörigen und Freunden, die am Hochzeitstag hautpsächlich mit dem Programm beschäftigt sind. Auch möchte das Brautpaar vielleicht Freunden und Verwandten, die nicht der Hochzeit beiwohnen konnten, ein Exemplare auf dem Postweg zukommen lassen.

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