Reiflich überlegt: Das Durchschnittsalter der Brautpaare

Das Durchschnittsalter deutscher Brautpaare ist seit 1991 um fünf Jahre gestiegen. Foto: pixabay.de (Public Domain)
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„Drum prüfe wer sich ewig bindet…“, diesen Spruch scheinen sich deutsche Brautpaare ganz besonders zu Herzen zu nehmen. Denn während sich die Anzahl der Eheschließungen in den letzten 25 Jahren um zirka 15 Prozent reduziert haben, ist im selben Zeitraum das Alter von Braut und Bräutigam um nahezu 20 Prozent gestiegen.


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Heiratete man 1991 noch mit 26,1 (Frauen) bzw. 28,5 Jahren (Männer), so liegt das Durchschnittsalter heute schon bei 31 (Frauen) bzw. 33,7 Jahren (Männer).

Im internationalen Vergleich heirateten deutsche Paare somit relativ spät. In den Nachbarländern Österreich und Schweiz liegt das durchschnittliche Heiratsalter bei etwa 30 Jahren, während es in Ländern wir Indien oder Pakistan keine Seltenheit ist, dass das Durchschnittsalter der „Ja-Sager“ bei nur 17 Jahren liegt, was nicht zuletzt darin begründet ist, dass viele Hochzeiten noch immer von den Brauteltern organisiert werden. In skandinavischen Ländern wie Dänemark, Schweden und Norwegen ist es hingegen üblich später zu heiraten. Die Nordlichter sagen im Durchschnitt mit 33 (Frauen) bzw. 36 Jahren (Männer) „Ja“.

Insgesamt heiraten die Deutschen also weniger und später als noch 1991. Ein Grund hierfür könnte unter anderem sein, dass inzwischen auch das Zusammenleben ohne Trauschein gesellschaftlich akzeptiert ist. Paare, die heiraten, entscheiden sich heutzutage also ganz bewusst für eine Ehe. Dies zeigt sich auch an den knapp 90 Prozent der Verheirateten, die angeben, dass sie ihren Partner wieder heiraten würden.

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