Problem „Plus Eins“: Wer kriegt eins und wer keins?

Das Aufstellen der Gästeliste und die Entscheidung, wer eine "Plus Eins"-Einladung erhält, kann schwierig sein. Foto: wernerimages
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Zukünftige Brautpaare, für die es an die Erstellung der Gästeliste geht, sehen sich generell mit Problemen konfrontiert – sei es aufgrund von Budget- oder Platzknappheit. Oft spielt dann auch noch die emotionale Komponente eine Rolle. Das Zünglein an der Waage, ob jemand zur Hochzeit eingeladen wird oder nicht, kann dann häufig der Beziehungsstatus des jeweiligen Gastes sein. „Plus Eins“-Einladungen können jede noch so sorgfältige Planung gehörig ins Schwanken bringen und bergen die Gefahr, Gäste auf der eigenen Hochzeit zu haben, die das Brautpaar nicht kennt und daher nicht einschätzen kann. Zudem verursacht jeder Gast Extrakosten, welche das Brautpaar natürlich ungern für „Gäste im Sack“ ausgibt, ist dies doch teilweise sogar gar nicht möglich. Braut und Bräutigam sollten daher genau überlegen, welchen Gästen sie eine „Plus Eins“-Einladung zukommen lassen. Hilfreich bei der Entscheidung sind dabei sicherlich folgende Tipps:


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Wer sollte ein „Plus Eins“ kriegen?

  1. Verheiratete
    Gäste, die verheiratet sind, sollten generell immer zusammen eingeladen werden, auch wenn das Brautpaar vielleicht nur mit einem Ehepartner eng befreundet ist. Schließlich möchte man selber auch nicht ohne seinen Ehepartner eine Hochzeit besuchen. Hiermit zeigt das Brautpaar auch, dass sie den bestehenden Bund der Ehe des jeweiligen Gastes respektieren.
  2. Verlobte, Zusammenlebende und Langzeitpartner
    Auch Gäste, die verlobt sind, zusammenleben oder sich bereits seit über einem Jahr in einer Beziehung befinden, sollten ebenfalls zusammen eingeladen werden. Hier kann das Brautpaar sicherlich einschätzen, ob es sich um eine stabile Partnerschaft handelt und entsprechende „Plus Eins“-Einladungen aussprechen.
  3. Trauzeugen, Brautjungfern und Helfer 
    Wer von Anfang an dem Brautpaar bei den Planungen treu zur Seite stand, hat es auch verdient, eine „Plus-Eins“-Einladung zu erhalten, auch wenn dieser bisher nicht verheiratet, verlobt oder ein einer ernsthaften Beziehung ist. Das Brautpaar ermöglicht seinen Unterstützern so, frei zu entscheiden, ob sie mit Begleitung zum großen Tag kommen oder nicht.
  4. Alte Freunde
    Alte Freunde aus Kindheitstagen, die zwar definitiv zum Leben von Braut und/oder Bräutigam gehören, jedoch sonst nicht mit den weiteren Hochzeitsgästen in Kontakt stehen, sollten ebenfalls eine „Plus Eins“-Einladung erhalten. Schließlich werden sie außer dem Brautpaar und eventuell deren engsten Familienangehörigen niemanden kennen und sich durch eine „Plus Eins“-Einladung von vornherein sicherer und wohler fühlen. 

Wer sollte kein „Plus Eins“ kriegen?

  1. Locker Verbandelte
    Gäste, die häufiger die Partner wechseln oder ganz am Anfang einer Beziehung stehen, müssen keine „Plus Eins“-Einladung erhalten. Wer allerdings nicht aufs Budget achten muss und noch Platz hat, kann natürlich auch diesen Gästen erlauben, eine Begleitung mitzubringen.
  2. Kollegen
    Das Einladen von Kollegen ist generell etwas schwieriger. Am einfachsten machen es sich Braut und Bräutigam, wenn sie erst gar keine Kollegen einladen und sich somit auch nicht die Frage stellen müssen, ob diese noch jemanden mitbringen können. Somit kommt es auch am Arbeitsplatz nicht zu Unstimmigkeiten, wenn einige Kollegen gar nicht eingeladen werden. Wer nur bestimmte Kollegen einladen will, zum Beispiel das eigene Team, sollte darauf achten, das gesamte Team einzuladen, um niemanden zu verletzen. Handelt es sich bei den Einzuladenden um enge Arbeitskollegen, mit denen Braut und/oder Bräutigam auch privat verkehren, so sollten diese natürlich eine „Plus Eins“-Einladung bekommen. Dies sollte dann jedoch auch für alle weiteren Kollegen gelten, auch wenn diese dem Brautpaar nicht ganz so nah stehen.
  3. Singles aus dem Freundes- oder Familienkreis
    Single-Gäste, die mit dem Brautpaar eine nicht ganz so enge Beziehung pflegen, jedoch aufgrund von Zugehörigkeit zum Familien- oder Freundeskreis eingeladen werden sollen, müssen keine „Plus Eins“-Einladung erhalten. Sie kennen in der Regel einen großen Teil der weiteren Hochzeitsgesellschaft und können sich somit auch ohne zusätzliche Begleitung und Probleme integrieren. 

Entscheidungshilfe durch A- und B-Liste

Wenn das Budget einigen Gästen einfach nicht erlaubt, eine Begleitung mitzubringen, das Brautpaar diesen jedoch gern die Möglichkeit einräumen möchte, empfiehlt sich die Aufstellung eine A- und B-Gästeliste. Auf der A-Liste stehen dabei die Personen, auf die das Brautpaar keinesfalls an ihrem schönsten Tag verzichten kann, wie enge Freunde, Familienmitglieder sowie deren jeweilige Begleitung. Sie sollten bei der ersten Einladungsrunde berücksichtigt werden. Alle weiteren Gäste, die für den großen Tag nicht essentiell sind, wie zum Beispiel der weitere Freundes- oder Kollegenkreis, sollten auf der B-Liste hinzugefügt werden. Die Einladungen an die Gäste auf der A-Liste sollten mit größerer Vorlaufzeit (etwas zehn Wochen vor dem Hochzeitstermin) versendet werden, um noch genug zeitlichen Spielraum für die B-Liste zu haben. Erhält das Brautpaar dann die Rückmeldungen zu den A-Liste-Einladungen und somit auch die gängigen zehnprozentigen Absagen, können die Einladungen an die B-Gäste nach Priorität versendet werden. 

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