Presswurst und Sitz-Gate: Fünf vermeidbare Katastrophen

Ohne das obligatorische Fitting kann es am Hochzeitstag zu bösen Überraschungen kommen. Foto: kostyazar
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Die fünf Kilo nehme ich doch locker noch ab. Was soll beim Blumenstreuen schon schiefgehen? Nur noch ein kleines Beruhigungs-Sektchen. – Was realistisch klingt, kann sich am großen Tag mit etwas Pech schnell in eine mittelschwere Katastrophe verwandeln. Hier die Top 5 der Hochzeits-Pannen und wie sie vermieden, bzw. überlebt werden können:


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Die Kohl-Diät brachte nicht den gewünschten Erfolg

Sechs Monate vor der Hochzeit war es noch eine klare Sache: Fünf Kilo bis zum Traumkleid – schaffbar. Nun ist es soweit und – es hat leider nicht gereicht. Das Kleid spannt hier und da und es würde die Kraft von zehn Brautjungfern benötigen, um die Corsage auf Figur zu schnüren. Absolute Katastrophe!
Tipp: Am besten gleich ein Kleid kaufen, das nicht allzu weit von der aktuellen Konfektionsgröße entfernt ist und im Vorlauf immer wieder zum Fitting. Nicht selten leiden Bräute unter Gewichtsschwankungen, sei es, dass sie durch den Organisationsstress abnehmen, oder die Beruhigungs-Schokolade sich erbarmungslos auf die Hüften setzt.

Trauzeugen übertreiben es mit dem Beruhigungs-Sekt

Das Hochzeitspaar ist noch nicht einmal vollständig angezogen und die Trauzeugen widmen sich schon der zweiten Flasche Sekt. Panik vor den späteren Tischreden kommt auf und die eigentlich beruhigende Wirkung der Trauzeugen schlägt in blanke Angst um.
Tipp: Vorher mit den Betroffenen sprechen und deutlich vermitteln, dass zumindest der offizielle Teil nüchtern überstanden werden sollte. Vor allem: Sich nicht einbinden lassen. Nicht selten haben die Eheleute vor Aufregung noch nicht richtig gegessen, da darf es höchstens ein Beruhigungs-Sekt sein.

Blumenkinder verweigern das Streuen

Sie sehen absolut entzückend aus in ihren Kleidern und den Körbchen voller Blüten. Was kann bei diesen kleinen Engeln schon schiefgehen? Wer schon einmal mit Kindern „gearbeitet“ hat, weiß: ALLES! Auch Kinder spüren, dass sie eine große Aufgabe haben und sehr wichtig für die Zeremonie sind. Das Ergebnis ist nicht selten Lampenfieber und die strikte Weigerung jetzt den Gang entlang zu schreiten. Oder aber die Kleinen finden selber so viel Gefallen an den bunten, frisch duftenden Blüten, dass sie diese am liebsten selber behalten wollen.
Tipp: Vorher proben. Hier wird das Streuen, das langsame Gehen und das Loslassen der schönen Blüten in gleichmäßigen Mengen, geübt. Natürlich schützt auch eine Generalprobe nicht vor plötzlich auftretendem Lampenfieber, es beruhigt aber in jedem Fall.

Sitz-Ordnung entpuppt sich als Sünde

Wie konntet ihr nur Onkel Hans neben Tante Elsbeth setzen? Und warum sitzt der Ex der Trauzeugin ihr direkt gegenüber? Mit steigender Gästezahl wird es immer schwieriger eine für alle angenehme Sitzordnung herzustellen. Hat man es erst einmal geschafft und ist mit seiner Leistung einigermaßen zufrieden, heißt das noch lange nicht, dass die Gäste es auch so sehen.
Tipp: Drüberstehen! Natürlich sollte im Vorfeld darauf geachtet werden, dass Familienmitglieder, die sich so gar nicht riechen könne, nicht unbedingt nebeneinander platziert werden, allerdings kann und sollte das Brautpaar nicht jede persönliche Befindlichkeit in die Planung einbeziehen. Sollten Gäste sich gar lautstark über ihren Platz beschweren, hilft nur, an die Vernunft zu appellieren – oder ein Taxi für den Pöbler zu rufen.

Schwiegermutter mutiert zum Hochzeits-Schreck

Das Brautpaar hat mit Unterstützung der Trauzeugen die für sie perfekte Hochzeit geplant und freut sich auf einen schönen Tag mit allen Liebsten. Nur eine kann sich so gar nicht an der Programmplanung erfreuen: Die Schwiegermutter. Natürlich weiß auch sie, nicht zuletzt aufgrund eigener Erfahrungen und weil sei eben „Mutti“ ist, alles besser und hat auch keine Probleme damit dies kund zu tun. Es wird über die Dekoration gemeckert, ihr Sitzplatz hätte prominenter sein können und erwähnt wurde sie in der Ansprache des Brautpaares auch nicht.
Tipp: Ruhe bewahren und ganz tief durchatmen. Danach am besten kleinere Aufgaben suchen, um sie zu beschäftigen und ihr das Gefühl zu geben, dass sie auch etwas entscheidet bzw. organisiert.

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