Neue Hochzeitstrends: Was letztes Jahr galt, ist dieses schon alt

Lichtinstallationen: Der futuristischste Trend in diesem Hochzeitsjahr. Foto: Pixabay (Public Domain)

Die ersten warmen Sonnenstrahlen locken nicht nur ins Freie, sondern auch vor den Traualtar, denn – die Hochzeitssaison beginnt. Vielleicht sind bei einigen schon die ersten Einladungen eingegangen, oder sie bereiten sich gerade schon aktiv auf ihre Rolle als Trauzeugin oder Trauzeuge vor, oder planen gar selbst in diesem Jahr die Ringe zu tauschen und sind noch auf der Suche nach aktuellen Hochzeitstrends, die ihre Trauung und anschließende Feier individuell bereichern. regionalHochzeit.de zeigt, was in diesem Jahr „aufgetischt“ werden sollte und was in den USA bereits Trend ist:


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Halbnackte Kuchen

War im letzten Jahr noch die sehr freizügige Tortenvariante der Nakes Cakes ein absoluter Trend, so scheinen sich diese in 2017 nach etwas mehr Bedecktheit zu sehnen. Hochzeitstorten werden in diesem Jahr zumindest teilweise gefrostet, sodass die Ebenen nicht ganz blank daherkommen. In der Regel wird dies durch Buttercreme erreicht, die sich farblich auch an die entsprechende Füllung der einzelnen Ebenen anpassen kann. Frische Blüten und saisonale Früchte sind weiterhin die erste Wahl, wenn es um die weitere Verzierung der Torte geht.

Pausen werden zur Party

Keine Hochzeit ohne Live-Band – das haben die meisten Trauwilligen verinnerlicht und planen ihre Hochzeit entsprechend. In 2017 darf es jedoch gern noch eine Schippe mehr sein, denn in diesem Jahr werden Programmpausen gern genutzt, um die Hochzeitsgesellschaft mit Performances jeglicher Art zu begeistern. Ob nun Walk-Acts in Form von Stelzenläufern, oder akrobatische Darbietungen auf dem Boden und in der Luft als auch komödiantische Sketche oder Gospel-Chöre – erlaubt ist, was live ist und gefällt.

Profi statt Photobooth

Was sich bei uns immer noch großer Beliebtheit erfreut und bei Gefallen auch in diesem Jahr noch bedenkenlos umgesetzt werden kann, sind Photobooths mit entsprechenden Requisiten, die die Hochzeitsgäste zu lustigen Fotos für das Gästebuch animieren sollen. Der Trend geht in diesem Jahr allerdings weg von der Automatisierung und der Faktor Mensch tritt wieder mehr in den Fokus. Professionelle Fotografen sollen dabei Portrait-Aufnahmen der Gäste machen und aus ihnen das Beste herauskitzeln. Auch Schnellzeichner, die die Gäste und das Brautpaar illustrieren, sind in diesem Jahr definitiv gefragt. Bei Letzteren können die kleinen Kunstwerke auch gleich als Gastgeschenke ausgegeben werden.

Ein bißchen Gold und Silber, ein bißchen Glitzer-Glitzer

Dass Metallic-Töne absolut im Trend sind, ist nichts Neues. Das diese sich nun aber auch in der Hochzeitskleidung wiederfinden hingegen schon. Besonders mutige Bräute dürfen in diesem Jahr gern dick auftragen und Kleider mit Metallic-Elementen wählen. Ob nun etwas dezentere Varianten mit silberner Perlenstickerei, Kleider verziert mit Goldfäden oder luftige Tüllröcke, die partiell mit Kupfer-Pailletten besetzt sind – der Metallic-Trend wird in diesem Jahr auch die Standesämter und Kirchen entern.

Draußen nach drinnen holen

Auch wenn es der Hochzeitstermin vielleicht nicht erlaubt, eine Outdoor-Hochzeit zu planen, oder Braut und Bräutigam auch einfach nicht die Typen für eine Hochzeit im Freien sind, jedoch auf frisches Grün auch nicht verzichten wollen, kommt hier der richtige Trend: Die Natur nach innen holen. Hierbei sorgen übergroße eingetopfte Bäume und bunte Sträucher für einen echten Wald-Look in der Hochzeitslocation. Auch hängende Blumen über der Hochzeitstafel oder der Tanzfläche wie Blauregen hinterlassen einen wilden und romantischen Eindruck. Auch die Tischdeko kann natürlich gehalten werden. Holz und Steine runden den natürlichen Look passend ab.

Essen auf Rädern

Während Food Stations bisher nur als Auflockerung und Ergänzung des traditionellen Hochzeitsmenüs oder -buffets dienten und lediglich den kleinen Hunger zwischendurch oder Leckereien für den süßen Zahn offerierten, so geht der Trend nun noch eine Stufe weiter. Die begehrten Steetfood-Trucks erobern nun auch die Hochzeiten und ersetzen dabei sogar das klassische Catering komplett. Keine lästigen Diskussionen über die Gaumenfreuden und eine frische Zubereitung gemäß der vorhandenen Nachfrage, machen diese Form der Verköstigung nicht nur unkonventionell und interessant, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.

Den CO2-Fußabdruck verringern

Natürlich wollen die Zukünftigen in erster Linie ein gelungenes Fest ausrichten, an welches sie und ihre Gäste noch Jahre später gern zurückdenken. Modernen Brautpaaren ist dabei aber immer häufiger auch wichtig, im Sinne der Umwelt zu handeln und ihren CO2-Fußabdruck zu verringern. Auch die Lieferanten haben diesen Trend entdeckt, sodass es immer leichter wird eine „grüne“ Hochzeit auszurichten, ohne dabei auf etwas zu verzichten. So können bereits die Einladungen auf Recycling-Papier mit veganen Farben, basierend auf Pflanzenöl, gedruckt werden. Auch die Auswahl von regionalen Produkten wie Fleisch und Blumen, die bestenfalls auch noch der jeweiligen Saison entstammen, stärken nicht nur die heimische Wirtschaft, sondern fördern auch das Umweltbewusstsein. Die Spende der Hochzeitsblumen und -bouquets an ein Krankenhaus oder Altenheim bringt den Beschenkten nicht nur Freude, sondern sorgt außerdem dafür, dass die Blumen vor dem Kompost noch einen zweiten Nutzen erhalten.

Licht ist die neue Deko“

Jetzt wird´s futuristisch. Was vielen vielleicht schon von der Veranstaltungsreihe „Festival of Lights“ bekannt ist, kann im kleinen Rahmen nun auch auf Hochzeitsfeiern umgesetzt werden. Die sogenannten Lichtinstallationen, die über Projektionen entstehen, können die Feierlocation ganz ohne zusätzliche Deko in einen atemberaubenden Anblick verwandeln und das ohne die Zugabe von Blumen und weiteren Deko-Elementen, was wiederum der Umwelt zugute kommt und den Geldbeutel schont. Da jede Fläche entsprechend mit Licht und bewegten Bildern angestrahlt werden kann, kann sogar die Hochzeitstorte entsprechend in Szene gesetzt werden. Das sogenannte „Cake-Mapping“ ist in den USA bereits der Hit auf Hochzeiten:

Gastgeschenke shoppen

Anstatt in mühevoller Handarbeit die Gastgeschenke zu portionieren und zu verpacken, ist es in diesem Jahr durchaus auch möglich, diese Arbeit den Gästen zu überlassen. Hierbei wird lediglich ein „Gabentisch“ mit vielen verschiedenen kleinen Aufmerksamkeiten aufgestellt, an welchem sich die Gäste selber ihr Gastgeschenk nach persönlichem Gusto zusammenstellen können. Gerade kleine Snacks, (alkoholische) Getränke und Süßigkeiten werden vor allem die Gäste begeistern, die die Nacht in einem Hotel verbringen. Sind die Produkte zusätzlich noch regional, werden sowohl heimische als auch Gäste von außerhalb gern zugreifen.

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