Neben der Ehe- auch an die Musiklizenz gedacht? – GEMA berät

Die GEMA-Bezirksdirektionen helfen gern bei der Antragsstellung. Foto: Pixabay (Public Domain)
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Nichts überträgt Emotionen so gut, wie Musik. Gerade bei romantischen Stücken können Brautpaare aus den Vollen schöpfen. Ganz klar, dass Musik daher auf keiner Hochzeit fehlen darf, um die gewünschte Stimmung zu transportieren. Ob nun von einer Liveband, oder von einem DJ – Hochzeitspaare sollten sich bewusst sein, dass die gespielten Stücke urheberrechtlich geschützt sind und die Komponisten bei jeder öffentlichen Darbietung ihres Stückes eine Leistung erbringen und sich diese auch bezahlen lassen wollen. Die Wiedergabe bei öffentlichen Hochzeiten erfordert daher einen entsprechenden GEMA-Antrag. Aber was heißt in diesem Sinne „öffentlich“ und mit welchen Kosten müssen Brautpaare für die Lizenzierung rechnen?


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Der Begriff „Öffentlichkeit“ ist im Urheberrecht nicht genau definiert. Grundsätzlich sind Hochzeiten, bei denen keinem der Zutritt verweigert wird oder viele Gäste anwesend sind, die keine engere persönliche Beziehung zum Brautpaar unterhalten, öffentlich. Ebenso Feierlichkeiten, bei denen öffentlich zum Hochzeitstanz eingeladen wird, fallen unter diesen Begriff. Oft ist auch die Gästeanzahl ausschlaggebend für die Bewertung, ob eine Musiklizenz beantragt werden muss. Je höher die Zahl der Hochzeitsgäste, desto eher kann von einer öffentlichen Veranstaltung gesprochen werden. Bei größeren Hochzeitsgesellschaften steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Brautpaar nicht zu jedem Gast eine engere persönliche Bindung hat.

Treffen diese Kriterien auf die eigene Hochzeit zu, sollte eine entsprechende Lizenz bei der GEMA beantragen. Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte hilft den Komponisten bei der Überprüfung wo, wann, wie oft und wie lange ihr jeweiliger Titel gespielt wurde und sorgt für die entsprechende Entlohnung. Sie agiert als staatlich anerkannte Treuhänderin und verwaltet die Nutzungsrechte ihrer Mitglieder, indem sie Musiknutzern ermöglicht Aufführungsrechte zu erwerben und die daraus resultierenden Gebühren an die Musiker weiter.

Zuständig für die jeweilige Lizenzierung ist die entsprechende GEMA-Bezirksdirektion. Neben der Information dieser über die geplante Hochzeitsfeier, müssen noch Angaben zur Raumgröße des Veranstaltungsortes und darüber, ob eine Band spielt oder ein DJ lediglich CDs auflegt. Die tatsächlichen Kosten werden im Anschluss anhand der Angaben ermittelt. So kann eine GEMA-Lizenz für Hochzeitsfeiern in Lokalitäten mit maximal 100 Quadratmetern schon für 20,50 Euro erworben werden. Die Adressen der jeweiligen GEMA-Bezirksdirektionen findet man unter: www.gema.de/bezirksdirektionen

Genau wie alle anderen Dienstleister, die die Hochzeit zum „schönsten Tag des Lebens“ machen, möchten auch die Komponisten und Musiker für die Resultate ihrer harten Arbeit entlohnt werden. Das sollte für angehende Eheleute eine Selbstverständlichkeit sein, an die rechtzeitig gedacht werden sollte. Oft empfiehlt es sich vor der eigenen GEMA-Anmeldung den Wirt der Hochzeitslocation zu fragen, ob er nicht schon die Lizenz beantragt hat. Viele nehmen dem Brautpaar die Lizenzbeantragung ab und setzen diese im Anschluss auf die Rechnung.

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