Brautpaare dürfen sich nur ohne Gäste, oder maximal mit Trauzeugen das Ja-Wort geben.
Wer im kommenden Jahr die Ringe tauschen will, sollte schnellstmöglich mit der Planung beginnen. Foto: Pixabay (Public Domain)

Ja-Sagen 2021: Sicher ist nichts

Region. Wenn der schönste Tag im Leben mitten in eine Pandemie fällt, stellt dies Heiratswillige vor nie da gewesene Herausforderungen. Die Corona-Krise sorgt bereits vor dem Ja-Wort für die erste „Ehe-Krise“.

Auch wenn die staatlichen verordneten Kontakt-Beschränkungen nicht mehr ganz so streng sind wie sie es noch im Frühjahr waren, so gilt es doch immer noch einiges zu beachten. Auch das zukünftige Infektionsgeschehen und die damit eventuell verbundenen Maßnahmen lassen sich nur schwer vorhersehen, sodass selbst bei Planungen für das kommende Jahr noch viele Ungewissheiten bestehen.

Viele Termine bereits ausgebucht



Gut beraten sind Brautpaare, die im kommenden Jahr die Ringe tauschen wollen, sich jedoch aktuell noch nicht auf ein Datum festgelegt haben, dies schnellstmöglich zu tun. Aufgrund abgesagter Hochzeitsfeiern in diesem Jahr, die größtenteils ins Kommende verschoben worden, sind viele Termine in 2021 bereits ausgebucht. Paare sollten also auch im nächsten Jahr ein gewisses Maß an Flexibilität einplanen und neben dem bestehenden Hochzeitsplan eventuell noch eine Ausweichlösung ins Auge fassen. Der Bund deutscher Hochzeitsplaner rät allen Zukünftigen, ihre Hochzeit in die Nebensaison (Oktober bis April) oder auf einen Tag unter der Woche (Sonntag bis Donnerstag) zu legen. So sei die Wahrscheinlichkeit für Verfügbarkeiten und Kulanzregelungen am höchsten.

Doch natürlich ist es nicht nur die Terminfindung, die Hochzeitspaare im kommenden Jahr den schönsten Tag ordentlich vermiesen kann. Auch die jeweils aktuell geltenden Corona-Regelungen der Bundesländer können Brautpaare zu Umplanungen oder gar Absage der Hochzeit zwingen.

Wer trägt die Kosten bei Umbuchung oder Absage?



Hierauf gibt es keine klare Antwort. Bei einer Stornierung ist der Grund entscheidend. Hat das Brautpaar selbst entschieden, seinen schönsten Tag nicht an dem geplanten Datum stattfinden zu lassen, zum Beispiel aus Angst vor Ansteckung oder weil die Kontaktbeschränkungen die geplanten Feierlichkeiten zu stark ändern würden, fallen in der Regel die regulären Stornierungskosten an. In erster Linie zählen die AGB des Dienstleisters. Hier kann ein offenes Gespräch oft Klarheit schaffen. Doch auch bei Termin-Umbuchungen entstehen Kosten, die das zukünftige Brautpaar zu tragen hat. Die Verträge mit den Dienstleistern wurden für ein bestimmtes Datum geschlossen, welches exklusiv reserviert wurde. Auch bei einer Umbuchung hat der Dienstleister einen Verdienstausfall, den es zu kompensieren gilt. Gerade bei beliebten Terminen (ein Freitag oder Samstag in der Hochzeits-Hochsaison) müssen Paare mit Storno-Kosten rechnen. Anders könnte es hier bei Terminen in der Nebensaison und wohlmöglich sogar unter der Woche verhalten. Aufgrund der geminderten Nachfrage könnte es hier kulantere Regelungen geben, die jedoch auch vom Dienstleister und dessen AGB abhängig sind.

Sollte die Hochzeit aufgrund behördlicher Anweisungen ausfallen müssen, gelten in der Regel andere Stornobestimmungen. Je nachdem, welcher Grund für die Absage genannt wird, bekommen Brautpaare ihr Geld teilweise oder womöglich sogar vollständig zurück. Dennoch gilt dies nicht pauschal. Wurden Leistungen bereits erbracht, haben sich Braut und Bräutigam zum Beispiel bereits von einem Hochzeitsplaner beraten lassen, muss diese Leistung auch vergütet werden. Selbiges gilt auch für Leistungen eines Grafikers, der bereits die Safe-the-Date- und Einladungkarten gestaltet hat.



zur Startseite