Hut zur Hochzeit: Ein Hauch von Ascot

Wer sich mit einem Hut zu verkleidet vorkommt, kann auch auf einen sogenannten Fascinator zurückgreifen. Foto: Veselka
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Mut zum Hut – was in den vergangenen Jahren schon als Trend auf den Straßen und am Strand beobachtet werden konnte, ist nun auch auf den Hochzeiten angekommen, denn Hüte erleben zurzeit eine Art Renaissance.


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War es vor 50 Jahren noch undenkbar eine Kirche, bzw. überhaupt die Straße ohne Hut zu betreten, ist diese Tradition im Laufe der Zeit etwas in Vergessenheit geraten. Hüte wurden, gerade bei den Damen, lange Zeit nur bei besonderen Events wie dem Pferderennen in Ascot wahrgenommen, bei welchem jährlich wahre Hut-Hingucker zu bestaunen sind.

Auch wenn die Generation, welche jetzt vor den Traualtar tritt, es nicht gewohnt ist, sich wirklich festlich zu kleiden, so ist der Hut besonders zu kirchlichen Hochzeiten inzwischen Trend. Die Kopfbedeckung würdigt dabei nicht nur die Feierlichkeit des Anlasses, sondern versprüht auch einen Touch Extravaganz und Luxus.

Brautpaare, die sich für eine Hutpflicht entschieden haben, sollten dies ausdrücklich auf der Einladung erwähnen und dabei jedoch Art, Form und Farbe den eingeladenen Damen überlassen. Wichtig ist nur, dass der Kopf bedeckt ist. Sollten sich einige der weiblichen Hochzeitsgäste zu verkleidet mit einem Hut vorkommen, besteht auch die Möglichkeit auf einen Kopfschmuck zu reduzieren. Gerade sogenannte Fascinator gibt es inzwischen in allen Formen, Farben und Materialien: Ob nun gestaltet wie kleine Hüte, die unmittelbar auf dem Kopf anliegen, oder Haarreife, die mit Federn, Bändern, Spitze, Netzen, Seidenblumen oder Perlen besetzt sind – hier kann je nach Geschmack und Kleidung gewählt werden. Besonders kreative Damen können sich diese sogar selbst basteln und somit die perfekte Symbiose zu ihrem Kleid herstellen.

Und die Herren der Schöpfung? – Die tragen ebenfalls Hut, dürfen hier aber nicht so frei wählen wie die Damen, da jede Anzugart eine andere Hutform vorschreibt.

Der Knigge für den Hut
In geschlossenen Räumen gilt früher wie heute „Hut ab!“. Das gilt jedoch nicht für die Kirche. Auch sollte dieser auf keinen Fall am Abend getragen werden. Des Weiteren müssen die Hüte abgenommen werden, wenn die Brautmutter ihren abnimmt. Traditionell wird sich nach dem Hochzeitsbild und vor dem Empfang der Kopfbedeckung entledigt. Auch sollte der Hut nicht weiß sein, denn diese Farbe gehört allein der Braut.

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