Home sweet home – Die Hochzeitsfeier zu Hause

Eine Hochzeitsfeier in den eigenen vier Wänden schont den Geldbeutel und sorgt für entspannte Stimmung. Foto: Pixabay (Public Domain)

„Zuhause ist es doch am schönsten“ – das sehen auch viele Brautpaare so und entscheiden sich bewusst für eine Feier in den eigenen vier Wänden. Dies hat meist den Vorteil, dass die Frischvermählten sich in vertrauter Umgebung einfach wohler fühlen und ganz nebenbei noch richtig Geld für die Location sparen. Aber so eine „Haus-Hochzeit“ ist immer noch eine organisatorische Herausforderung. Gerade, wenn der Platz im trauten Heim begrenzt ist.


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Der Platz

Paare, die eine Feier zu Hause in Erwägung ziehen, sollten sich daher vorab genau überlegen, mit wie vielen Gästen zu rechnen ist und ob diesen ausreichend Platz zur Verfügung gestellt werden kann. Schließlich sollen die Gäste sich auf dem Fest ja frei bewegen und auch tanzen können. Steht schnell fest, dass das heimische Wohnzimmer wohl nicht die nötige Kapazität liefert, sollte man, wenn vorhanden, auf den Garten ausweichen. Selbst bei Sommerhochzeiten sollte dann jedoch an die nötige Schlecht-Wetter-Lösung gedacht werden und mit einem entsprechenden Partyzelt geplant werden.

Die Verpflegung

Ist die Frage, ob das eigene Heim die Gästeanzahl beherbergen kann, geklärt, sollte man sich die Frage stellen, wie man die Eingeladenen bewirtet. Je länger der Tag, desto mehr Mahlzeigen müssen serviert werden und desto aufwendiger wird dies, wenn einem die alleinige kulinarische Kontrolle obliegt. Bei einer Hochzeit im kleinsten Kreis mit einer Gästeanzahl von maximal zehn Personen, ist die Bewirtung in Eigenregie wohl noch denkbar. Allerdings natürlich abhängig von den eigenen Fähigkeiten. Wer schon bei einem Drei-Gänge-Menü für zwei Personen ins Schwitzen kommt, sollte lieber die Finger vom eigenen Hochzeitsmenü lassen. Um nicht doch auf einen professionellen Caterer, kann das Brautpaar auch auf seinen Freundeskreis zurückzugreifen. Ein „Mitbring-Buffet“, bei welchem jeder Gast eine Speise beisteuert, ist hier eine schöne Alternative. Für wen das nichts ist, der kann nach Trauung und Sektempfang auch eine Lokalität für das Menü besuchen und erst im Anschluss zur Feier nach Hause laden. Oder wie wäre es mit einem Barbecue? Das ist nicht nur thematisch sehr passend, wenn man eine Gartenhochzeitsfeier ausrichtet, es ist auch in der Umsetzung leicht zu handeln. Wer sich nicht selber an den Grill stellen will, kann natürlich auf professionelle Hilfe zurückgreifen.

Die Dekoration

Hat das Paar die Hoheit über das Buffet übertragen, so kann es seine Aufmerksamkeit ganz auf die Dekoration der Festlocation lenken. Es müssen eventuell Tischkarten erstellt, Tische und/oder Tafeln eingedeckt und dekoriert werden, das Geschirr und die Blumen ausgewählt werden und vieles mehr. Auch hier freut sich mit Sicherheit jedes Brautpaar, wenn ihm Hilfe angeboten wird. Gerade Papeterie-Arbeiten lassen sich hervorragend im Vorfeld bei einem gemütlichen Abend mit Freunden erledigen. Wer sich zudem noch für eine freie Trauung im eigenen Garten entscheidet, der kann auch hier für einen schönen Blickfang sorgen, indem ein schön bewachsener Rosenbogen oder geschmückter Baldachin aufgestellt wird. Das bringt nicht nur den Extra-Touch Romantik, sondern bereichert auch die Trauungsfotos und verleiht ihnen einen viktorianischen Look.

Der Spaß

Natürlich soll auch der Spaß bei einer Heim-Hochzeit nicht zur kurz kommen. Die Gäste sind viele Stunden auf der Feier und irgendwann ist jedes noch so banale Gesprächsthema erschöpft. Musik spielt auch hier eine große Rolle. Bei Feiern im kleinsten Kreis im Haus reicht es sicherlich, eine zuvor erstellte Playlist abzuspielen. Bei Feiern im Garten könnte eine Liveband für die richtige Stimmung sorgen. Hier sollte natürlich Rücksicht auf die Nachbarn genommen werden. In dicht besiedelten Wohngebieten, sollte es mit der Lautstärke nicht übertrieben werden. Wenn noch Platz vorhanden ist und man sich versteht, können die Nachbarn auch einfach eingeladen werden. So sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand in seiner Ruhe gestört fühlt. Genauso kann die Musik von einem DJ beigesteuert werden, der im Festzelt für eine volle Tanzfläche sorgt. Auch für die Umsetzung von Hochzeitsüberraschungen oder –spielen ist das eigene Heim prädestiniert. Wo sonst können so viele Assoziationen gezogen und Erinnerungen erweckt werden, wie in den eigenen vier Wänden? Trauzeugen können dies perfekt in ihre Rede einbeziehen. Auch einige Hochzeitsstreiche lassen sich durch die Gäste unentdeckt spielen. Hier müssen sie sich im Vorfeld nicht hinterrücks die Schlüssel erschleichen, sondern setzen ihre schöne bis schreckliche Überraschung einfach am Hochzeitstag um. Um dem Brautpaar die größtmögliche finanzielle Ersparnis zur ermöglichen, sollten Hochzeitsgäste gerade bei Feiern im Haus der Freunde möglichst viel Unterstützung anbieten. Sollte das Brautpaar das Zünden eines Feuerwerks beabsichtigen, sollte sie sich rechtzeitig um die nötige behördliche Genehmigung kümmern. Gerade in Wohngebieten, ist es oft schwierig Pyrotechnik anzuwenden, da ein Sicherheitsabstand von mindestens 30 Metern zu allen Seiten, bei Höhenfeuerwerken sogar mehr als 100 Meter, einzuhalten ist. Befindet sich der Abbrennort sogar in der Nähe von Fachwerkhäusern, ist die Genehmigung sehr unwahrscheinlich.

Da bei Hochzeitsfeiern im eigenen Heim oft auch die Schonung des eigenen Geldbeutels ausschlaggebend ist, gilt hier generell – weniger ist mehr.

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