Hochzeits-Crasher gesucht: Streich oder Trend?

Die Versteigerung freier Plätze für die eigene Hochzeit könnte zum Trend werden, ist aber nicht ganz ungefährlich. Foto: nataliakabiluk
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Es gibt wohl so einiges, was am vermeintlich schönsten Tag des Lebens schiefgehen kann und häufig ist auch die menschliche Komponente dabei nicht zu unterschätzen. Dabei sind die kalten Füße der oder des Liebsten noch lange nicht alles, was den Zukünftigen den Angstschweiß auf die Stirn treibt. Auch die Gäste sind mitunter ein großes Risiko – seien es nun die kleinen Gäste der Hochzeitsfeier, deren Verhalten oft nicht eingeschätzt werden kann, oder aber die Großen, die unter Alkoholeinfluss ebenso unberechenbar sind. Bei dem Gedanken daran, Fremde auf der eigenen Hochzeit zu haben, die selbige eventuell „crashen“, schleicht sich sicherlich bei jedem ein mulmiges Gefühl ein. Bewusst Einladungen für den eigenen Traumtag zu versteigern, käme das wohl den Wenigsten in den Sinn – oder?


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In der Tat ist es sicherlich nicht jedermanns Sache, durch eine Versteigerung von Hochzeitseinladungen potentiellen Störenfrieden die Möglichkeit zu geben, an den aufwendig geplanten Feierlichkeiten teilzunehmen. Allerdings scheinen immer mehr Brautpaare diese Form des Nervenkitzels zu suchen und so findet man immer mehr Auktionen, in denen auch Fremden die Möglichkeit geboten wird, sich die Tickets für den Traumtag zu sichern und somit die Festivitäten zu besuchen. Sicherlich eine ausgefallene und kreative Idee, die auch Spannung und Spaß bringt. 

Wer sich nicht ganz dem Zufall ausliefern will, der kann die Tickets natürlich auch unter den Freunden und Bekannten verlosen, die das Brautpaar zwar gern eingeladen hätte, die jedoch während der Planungsphase dem „Rotstift“ zum Opfer gefallen sind. 

Wer bietet auf Hochzeitstickets?

Natürlich besteht ein Risiko, dass sich Leute die heißbegehrten Tickets für die Hochzeit sichern, die nicht nur einen netten Abend verbringen wollen und wie in dem cineastischen Vorbild ordentlich über die Stränge schlagen. Sollte sich das Brautpaar nicht sicher sein, wen es sich da „ins Haus“ geholt hat, wäre es ratsam, die Trauzeugen auf die unbekannten Gäste anzusetzen und durch Gespräche und Beobachtungen die Intention der Käufer zu erfahren. Es kann jedoch auch sein, dass sich ein unbekanntes Paar die Einladungen ersteigert, das vielleicht selbst bald den Gang zum Traualtar antritt und somit diese Hochzeit für frische Inspirationen besucht. 

Wie können die Tickets verlost werden?

Als erstes sollten sich die Zukünftigen Gedanken über die Präsentation ihrer Verkaufs-Tickets machen. Eine Verkaufsanzeige, die neben einem kreativen Text auch noch ein paar Fotos enthält, treibt die Gebote in die Höhe. Sicherlich ist es auch sinnvoll, ein Paket zu schnüren, in dem, neben den Karten zur Hochzeitsfeier, auch noch ein paar Goodies auf die Käufer warten. Welche das sind, wird nicht zuletzt durch die Art der Feier und die Jahreszeit bestimmt. Für eine Gartenhochzeit im Sommer könnten das zum Beispiel Handfächer und Sonnenbrillen sein. Ist die Verkaufsanzeige rund, kann das Angebot online gehen. Hierfür sollte das Brautpaar gängige Online-Verkaufsportale nutzen und die Zeit bis zum Ja-Wort im Auge behalten. Handelt es sich bei der Hochzeit um eine Hochzeit, die im Ausland stattfindet, sollte das Inserat bereits bis zu vier Monate vorher geschaltet werden, bei heimischen Hochzeiten halbiert sich die Vorlaufzeit entsprechend. Um den bestmöglichen Preis für die Tickets zu erzielen, darf auch ruhig noch etwas getrommelt werden. Sei es nun über die gängigen Social Media-Kanäle, durch Mund-zu-Mund-Propaganda oder durch Bekanntgabe auf der eigenen Hochzeits-Homepage. Dann heißt es warten und hoffen, dass bei Ende der Auktion die Richtigen den Zuschlag erhalten haben.

Gründe für die Versteigerungen

Brautpaare, die sich dazu entscheiden, Tickets zu ihrem Traumtag zu verlosen, machen dies aus unterschiedlichen Gründen. Zum einen, um die eigene Haushaltskasse, die mit der Hochzeit sicherlich nicht mehr so prall gefüllt ist, aufzustocken, zum anderen aber vielleicht auch als Spende für einen karitativen Zweck, der den Zukünftigen am Herzen liegt. 

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