Hinter vorgehaltener Hand – Das mögen Hochzeitsgäste NICHT

Nörgeln verboten, aber das mögen Hochzeitsgäste nicht. Foto: Pixabay (Public Domain)

Natürlich soll der Hochzeitstag in erster Linie dem Brautpaar gefallen. Monatelang wurde geplant, um die eigene Vorstellung einer Traumhochzeit umzusetzen. Dabei wurde sicherlich auch viel an die Unterhaltung der Gäste gedacht und viele Stunden damit verbracht ein unterhaltsames, tagesfüllendes Programm auf die Beine zu stellen. Nichts desto trotz gibt es einige Sachen, die Hochzeitsgäste immer wieder bemängeln – wenn auch hinter vorgehaltener Hand. Selbstverständlich wird die Mühe, die das Brautpaar für die Organisation des Hochzeitstages aufgewendet hat, anerkannt und daher sollte selbst eine berechtigte Kritik lieber unausgesprochen bleiben. Aber wenn Hochzeitsgäste angeben sollen, was ihnen nicht gefällt, oder sogar gar nicht geht, werden oft folgende vermeintliche No-Gos genannt:


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Hunger statt Happy

Das Ja-Wort war um 10.30 Uhr, das Hochzeitsessen ist erst für 16.00 Uhr geplant. Eine lange Zeit, zumal es nicht selten schon alkoholische Getränke gereicht werden. Hängt der Magen in den Knien, fühlen sich die meisten nicht wohl. Hier können Brautpaare natürlich leicht Abhilfe schaffen, indem zum Sektempfang schon kleine Snacks gereicht werden, die den ersten Hunger stillen.

Brautpaar plant bevormundend

Das Brautpaar meinte es gut und hat für seine Gäste von Außerhalb bereits ein Hotel ausgewählt und ein entsprechendes Zimmer reserviert. Mit der Hochzeitseinladung flattert sogleich eine Buchungsbestätigung mit Überweisungsträger oder Kontodaten bei, die der oder die Gäste begleichen sollen. Was vom Brautpaar als eine Art Service gedacht war, kann bei einigen als Bevormundung ankommen. Vielleicht empfiehlt es sich hier vorher die entsprechenden Absprachen mit den Gästen zu treffen, oder lediglich eine Liste möglicher Hotels in der näheren Umgebung beizulegen, sodass selber ausgesucht und gebucht werden kann.

Langeweile statt Feierlaune

Eine Hochzeit ist immer ein aufregender Tag, sowohl für das Brautpaar als auch für die Gäste. Sind Braut und Bräutigam jedoch unter der Haube und ist der Sektempfang vorüber, gilt es die nächsten Stunden bis zum Essen die Gäste auch entsprechend zu unterhalten. Verschwindet das Brautpaar zu seinem Fotoshooting und lässt die Hochzeitsgesellschaft ohne jegliches Entertainment zurück, so ist es wohl nicht verwunderlich, wenn sich irgendwann Langeweile breit macht.

Sitzordnung in Stein gemeißelt

Ein oft haarsträubender Teil der Hochzeitsplanungen ist das Erstellen der Sitzordnung. Brautpaare grübeln oft lange über die richtige Platzierung und die optimale Mischung von Freundeskreis und Familie. Oft ist es gewollt, dass gerade die Gäste einen Tisch teilen, die sich noch gar nicht oder nur wenig kennen. Dies soll für Gesprächsstoff sorgen und neue Kontakte sollen geknüpft werden. Nur was, wenn die Tischnachbarn feststellen, dass sie so gar nicht harmonisieren? Hier sollten Brautpaare eventuell nach dem Essen bzw. dem offiziellen Teil nicht auf die strikte Einhaltung der Sitzordnung achten. Im weiteren Verlauf des Abends können die Gäste so frei wählen, ob sie sich auch mal einer anderen Gruppe anschließen.

So viele Gäste und so wenig Platz

Eine kleine romantische Kirche auf dem Land – der Traum vieler Brautpaare. Ist die Gästeliste jedoch dagegen sehr groß, kommt es unweigerlich zu Platzmangel. Wenn nicht alle Gäste in der ausgewählten Kirche Platz finden, sollten Brautpaare vielleicht eher nach einer Alternative suchen. Wer möchte schon dicht gedrängt während der gesamten Trauung stehen. Auch eine zu knapp gewählte Feierlocation kommt bei vielen nicht gut an. Sind die Tische und Stühle zum Beispiel so eng gestellt, dass man weder richtig essen, noch ungestört aufstehen kann, könnte das auf die Stimmung drücken.

Hochzeitsspiele mit Moralkeule

Hochzeitsspiele – die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Auch wenn die traditionellen Hochzeitsspiele nicht bei allen gut ankommen, so sollte das Brautpaar ganz nach eigenem Ermessen entscheiden, ob Spiele an ihrem Tag gespielt werden sollen, oder nicht. Selbst der größte Spiele-Muffel wird wohl für einen Tag „gute Miene zum bösen Spiel machen“ können. Was viele Hochzeitsgäste jedoch als störend empfinden, ist das Spielen von Hochzeitsspielen, bei denen für einen vorgegebenen guten Zweck gesammelt wird. Natürlich geht es auch hier nicht darum, dass das Spenden für einen guten Zweck nicht unterstützenswert wäre, viele lassen sich anscheinend nur nicht gern zwanghaft moralisieren.

Zwanghaft entertained

Ein gebuchter DJ auf einer Hochzeit sollte vor allem eines tun – Musik spielen. Ein Hochzeits-DJ, der zudem auch nach als Moderator fungiert, kommt in den seltensten Fällen gut beim Hochzeitspublikum an. Ist es dann auch noch einer von der ganz übermütigen Sorte, der meint, durch die Einbindung der Gäste den Unterhaltungswert hochzutreiben und dabei eventuell auch noch Gäste, die klar signalisieren, dass sie sich nicht einspannen lassen wollen, bloßstellt, ist Frust oft garantiert. Auch eine Hochzeitsband, die Gäste zu spontanen Karaoke-Einlagen nötigt, kann für eine leere statt gefüllte Tanzfläche sorgen.

Programm-Marathon

Ein Hochzeitstag ohne Programm ist kaum vorstellbar – übertreiben sollte es das Brautpaar jedoch nicht. Wer sich zu viel für den Tag der Tage vornimmt, „verbrennt“ seine Gäste. Das Hetzen von Programmpunkt zu Programmpunkt empfinden viele Hochzeitsgäste als anstrengend. Hochzeitsgäste, die den gesamten Tag unter Strom stehen, können keine entspannte Stimmung transportieren.

Nörgelnde andere Gäste

Auch wenn es vielleicht einige Lücken im Ablauf des Hochzeitstages gab, oder Programmpunkte ausgewählt worden, die nicht alle begeistern konnten, so sollte man es unbedingt vermeiden, direkt auf der Hochzeit seinem Unmut freien Lauf zu lassen. Nörgelnde Gäste empfinden andere Gäste als sehr unangenehm und als Zeichen dafür, dass die Arbeit, die in die Planung des für das Brautpaar schönsten Tag des Lebens, nicht geschätzt wird – ein absolutes No-Go.

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