Hingucker Handschuhe – Nicht nur für Winterbräute

Generell gilt: Je ausgefallener das Brautkleid, desto schlichter sollten die Handschuhe sein. Foto: Pixabay (Public Domain)
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Kalte Füße können immer ein Problem werden, wenn der Hochzeitstermin unaufhaltsam näher rückt und leider sind sie auch nicht so leicht loszuwerden. Kalte Hände hingegen sind bei Frauen generell ein Phänomen, zu welchem es noch nicht einmal knackig kalte Temperaturen benötigt. Sie lassen sich aber mit ein bißchen Extra-Stoff aus Spitze, Seide, Samt, Leder oder Kaschmir ziemlich schnell wärmen und sehen dabei auch noch echt klasse aus. Doch welche Brauthandschuhe passen zu welcher Jahreszeit und welchem Brautkleid und wohin damit, wenn die Ringe getauscht werden?


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Die Modelle

Wer auf der Suche nach Brauthandschuhen ist, muss sich zunächst zwischen den vier möglichen Modellen entscheiden: Kurz, Klassisch, Ellenbogen oder Oper. Die auch als „Shorties“ bezeichneten kurzen Handschuhe reichen bis knapp unter das Handgelenk, während das klassische Modell das Handgelenk ganz bedeckt. Die längeren Varianten Ellenbogen und Oper reichen hingegen bis zur Armmitte bzw. darüber hinaus. Traditionell wird das Handschuhmaß in Inches ermittelt. Zur Größenbestimmung wird der Handumfang (ohne Daumen) auf Knöchelhöhe herangezogen.

Die Materialien

Ebenso vielfältig wie die Brautkleider, sind auch die Brauthandschuhe. So sind diese in verschiedenen Materialien erhältlich und dienen, je nach Jahreszeit, als schöner Blickfang oder wärmender Begleiter: Während Brauthandschuhe aus Spitze, Seide oder Satin eher die Frühlings- und Sommerbräute schmücken sollten, bieten die Modelle aus Samt, Kaschmir und Leder den nötigen Schutz für Winterbräute.

Die passenden Kleider

Brauthandschuhe verleihen dem Outfit einen noch formelleren Charakter. Generell sollten zukünftige Bräute darauf achten, dass die Brauthandschuhe umso dezenter gewählt werden, je ausgefallener das Brautkleid ist. Hierbei sind jedoch nicht nur die Verzierungen des Brautkleides ausschlaggebend, sondern auch die Kleidform und die Länge der Ärmel.

Wer sich für ein Etui- oder Meerjungfrauenkleid entscheidet, sollte hierzu die längeren Handschuhvarianten kombinieren, wenn es sich um ärmellose Modelle handelt. Hat die Braut sich hingegen für ein langärmeliges Kleid entschieden, welches auch noch reich an Verzierungen und Bestickungen ist, sollte auf Handschuhe generell verzichtet werden. Ausnahme sind hier sicherlich schlichte, wärmende Modelle, die die Winterbräute von blauen Fingern bewahren. Aber auch hier sollte auf Spitze und Verzierungen verzichtet werden und stattdessen ein schlichter Leder- oder Kaschmir-Handschuh gewählt werden.

Ein ausgestelltes Prinzessinnen-Kleid, ob nun im Bandeau-Stil oder ärmellos, sollte am besten mit Opernhandschuhen kombiniert werden. Je nach dem Verzierungsgrad des Brautkleides empfehlen sich vor allem schlichte Seiden- oder Satinhandschuhe, um einen stimmigen Gesamteindruck zu kreieren.

Kürzere Brautkleider, zum Beispiel in A-Linie oder Empire-Form, können hingegen bestens mit den kürzeren Handschuhmodellen kombiniert werden. Da diese meist nicht so reichlich verziert sind, darf auch gern auf etwas ausgefallenere Spitzenhandschuhe zurückgegriffen werden, wenn die Jahreszeit es erlaubt.

Auch die etwas zurückgenommeneren Standesamt-Outfits wie Cocktailkleid oder Hosenanzug können mit Shorties kombiniert werden und werten das Outfit noch einmal auf. Hier entscheidet ebenfalls die Jahreszeit über das Material. Auch farbige Varianten sind hier durchaus möglich.

Tipp: Kürzere Arme können durch die Wahl von längeren Handschuhmodellen optisch gestreckt werden. Generell sollten Handschuhe so gewählt werden, dass diese nicht am stärksten Punkt des Armes enden, um diesen nicht noch unnötig zu betonen.

Die Verstauungsmöglichkeit

Auch wenn Brauthandschuhe sicherlich sehr ansehnlich sind, so müssen sie doch spätestens zum Ringtausch ausgezogen werden. Sollte die Braut keine Brauttasche mitführen, in denen sie die Handschuhe rechtzeitig verschwinden lassen kann, sollte entweder ein Modell gewählt werden, was die Finger freilässt, oder diese frühzeitig an die Trauzeugin oder die Brautjungfer übergeben.

Die Tipps zum Handschuh-Kauf

Wie bei allen Accessoires sollten auch die Brauthandschuhe, wenn sie denn in weiß gewählt werden, der Farbe des Brautkleides entsprechen. Eine entsprechende Stoffprobe des Kleides sollte somit beim Handschuhkauf zum Abgleich mitgeführt werden. Wer farbige Handschuhe zu seinem Kleid kombinieren möchte, sollte auch an die Farbgebung der Blumen des Brautstraußes denken und entsprechend passend kombinieren. Wer neben dem Kleid zum Beispiel noch einen Bolero, einen langen Schleier oder auffälligen Schmuck trägt, läuft Gefahr, dass das Outfit schnell überladen wirkt und die Handschuhe nicht wie gewünscht wirken können.

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