Hier kommt die Braut… und ihr Vater

Die Hochzeit der Tochter: Ein sentimentaler Tag, auch für sonst so toughe Väter. Foto: Pixabay (Public Domain)
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Auch wenn dieser Brauch aus einer Zeit stammt, in der die Braut als Besitz ihres Vaters gesehen wurde, so hat auch heute noch der Brautvater die Aufgaben, seine Tochter zum Traualtar zu führen. Was früher die Besitzaufgabe bzw. -übergabe der Braut an ihre neue Familie symbolisierte, ist heute eher ein Zeichen des Vertrauens in den Schwiegersohn und wird eher so gewertet, dass der Vater „sein Mädchen“ in die Obhut des Bräutigams gibt und sicher ist, dass dieser seine Angetraute lieben und beschützen wird.


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Vor allem aber ist der gemeinsame Gang zum Traualtar nicht nur für Vater und Tochter, sondern für die gesamte Hochzeitsgesellschaft, der erste „Taschentuch-Moment“. Gerade die sonst eher so starken Väter wissen um die Bedeutung dieses Momentes und zeigen auch schon einmal ihre sentimentale Seite.

Eine weitere wichtige Aufgabe des Brautvaters ist das Halten der ersten Tischrede. Diese findet meist vor dem Festessen statt, indem der Brautvater sich erhebt und die Gäste um Gehör bittet. Die folgende Ansprache beinhaltet in der Regel, natürlich abhängig vom Rednertyp, sowohl lustige Anekdoten aus dem „Vorleben“ der Tochter bzw. des Brautpaares, als auch einige etwas wehmütiger Sätze zur Vater-Tochter-Beziehung. Ein weiterer „Taschentuch-Moment“, der sicherlich allen Gästen zu Herzen gehen wird.

Nach dem auf die Tischrede folgenden Essen findet meist der Eröffnungstanz des Brautpaares statt. Oft ist der Vater der zweite Tanzpartner der Braut, wobei es in einigen Regionen so üblich ist, dass die Braut ihrem Vater den ersten Tanz gewährt und danach erst an ihren Mann übergeben wird.

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