Heiraten unter anderen Umständen: Tipps für das doppelte Glück

Vor allem der Termin, das Kleid und das Programm müssen den „Schwangerschafts-Check“ bestehen. Foto: Mila Supynska
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Der Antrag war zum Dahinschmelzen und die Vorfreude auf den schönsten Tag des Lebens wächst mit jedem Planungstag. Die gelegentliche Übelkeit schreibt man zu Beginn vielleicht noch der Nervosität zu, bis sich herausstellt, dass man auf jeden Fall zu Dritt heiraten wird – ein doppeltes Glück! Jedoch gilt es, diesen „Umstand“ natürlich auch bei den weiterführenden Planungen zu berücksichtigen. Vor allem der Termin, das Kleid und das Programm müssen den „Schwangerschafts-Check“ bestehen. Hier die Tipps für Bräute in Erwartung:


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Welches Kleid?

Während schwangere Bräute noch vor einigen Jahrzehnten richtiges Improvisationstalent beweisen mussten, um ein hochzeitstaugliches Kleid zu finden, in dem auch der Babybauch Platz hat, so hat die Textilindustrie diesen „Trend“ schon lange erkannt und bietet auch für Bräute in froher Erwartung eine ganze Palette an Kleidern für den Traumtag. Doch Vorsicht: Nicht nur der Bauch, auch die Oberweite und die Füße gewinnen an Umfang. Je später die Braut also das Kleid kauft, desto unwahrscheinlicher erlebt sie am großen Tag eine böse Überraschung. Natürlich kann nie ganz eingeschätzt werden, wann und in welchem Umfang welche Körperteile zunehmen, daher empfiehlt es sich, gleich im Voraus alles eine Nummer größer zu kaufen. Als umstandsfreundliche Kleider gelten vor allem Kleider in A-Linie und im Empire-Stil. Hier hat der Bauch genügend Platz und sie bieten trotzdem sicheren Halt in der „oberen Etage“. Auch schwellen die Füße von Schwangeren nicht selten an, sodass auch die Brautschuhe ruhig eine Nummer größer gekauft werden sollten.

Wann heiraten?

Jede Schwangerschaft ist anders und gerade Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, können nicht abschätzen, in welchem Stadium welche körperlichen Beeinträchtigungen auftreten können. Generell sollte man, um auf Nummer Sicher zu gehen, den Hochzeitstermin nicht in die ersten, als auch in die letzten drei Monate der Schwangerschaft legen. Im ersten Trimester leiden werdende Mütter oft an der gefürchteten Schwangerschaftsübelkeit, im letzten hingegen ist die Bewegungsfreiheit schon soweit eingeschränkt, dass an ein entspanntes Fest kaum zu denken ist. Auch besteht die Gefahr, dass es vom Hochzeitsempfang direkt in den Kreißsaal geht. Der vierte bis sechste Monat ist für den Tag der Tage hingegen optimal.

Planungen abgeben?

Natürlich hat jedes Brautpaar seine eigenen Vorstellungen, wie der schönste Tag des Lebens ablaufen sollte. Nicht selten obliegt ihnen allein die gesamte Planung und die Entscheidungshoheit. Da lässt sich der ein oder andere stressige Moment (und manchmal auch Tränen) nicht vermeiden. Davor sollten schwangere Bräute weitestgehend bewahrt werden. Also: Abgeben und Aufgaben delegieren. Natürlich sollte die Braut nicht die Kontrolle verlieren und im Hintergrund weiter als „Mastermind“ fungieren, sie ist ja schließlich nicht krank. Und sicherlich freuen sich Mutter, Schwiegermutter und Freundinnen der zukünftigen Braut tatkräftig zur Seite zu stehen.

Wie den Hochzeitstag überstehen?

Nervosität, Stress, langes Stehen, Tanzen und mehrere Ortswechsel – selbst für Bräute, die nicht in anderen Umständen sind, ist der Hochzeitstag ein wahrer Kraftakt. Natürlich geht die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mutter in spe und des ungeborenen Kindes stets vor. Für den großen Tag bedeutet das, dass die Braut möglichst geschont wird. Kleinigkeiten sollte das bestimmte Orga-Team selbst entscheiden können, bzw. sollte der Gatte hier der erste Ansprechpartner sein. Auch wenn sich körperliche Anstrengungen an so einem Tag natürlich nicht ganz vermeiden lassen, so können diese doch auf ein Minimum reduziert werden. Häufiges Wechseln der Feierlocation, Brautentführung, langer Sektempfang – all das sollte der Braut erspart bleiben. So bleibt auch noch genug Kraft für den Hochzeitstanz. Als Ergänzung zur mentalen Unterstützung der Braut, kann diese auch auf textile Helfer in Form von Stützstrümpfen und Schwangerschaftsunterwäsche zurückgreifen.

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