Heiraten in Salzgitter – Fürstensaal Schloss Salder

Ein ganz besonderes Ambiente für das Ja-Wort bietet der barocke Fürstensaal auf Schloss Salder. Foto: Stadt Salzgitter
Anzeige

Fürstlich heiraten können zukünftige Brautpaare im Fürstensaal des Schlosses Salder. Das Schloss, welches heute als Museum für Ur- und Frühgeschichte genutzt wird, wurde im Renaissance-Stil gebaut, welcher nicht zuletzt durch die stilvollen Stuckarbeiten im Fürstensaal den passenden Rahmen für Hochzeiten bietet.


Anzeige

Da die Familie von Saldern Anfang des 17. Jahrhunderts gezwungen war Teile ihres Besitzes zu verpfänden, pachtete der aus Wolfenbüttel stammende David Sachse, fürstlich-braunschweigischer Obrist und Geheimrat, das Gut in Salder und erbaute sich hier ab 1608 ein Renaissance-Schloss, welches auch „Sachsenschloss“ genannt wurde.

Sachse musste aufgrund von Differenzen mit Herzog Friedrich Ulrich das Land verlassen und verstarb 1613. Das Schloss ging an seine Töchter. Von diesen kaufte die Familie von Saldern, verpflichtet von Herzog Friedrich Ulrich, ihre ehemaligen Güter und das Schloss zurück.

Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges wurde das Schloss durch Kaiserliche Truppen teilweise zerstört. 1695 kaufte August Wilhelm, Erbprinz des Herzogtums Braunschweig-Wolfenbüttel, das Schloss und ließ dieses nach Plänen des Braunschweiger Landesbaumeisters Hermann Korb umbauen und erweitern. Die Witwe August Wilhelms bewohnte das Schloss nach dessen Tod im Jahre 1731 weiter, bis sie das Nutzungsrecht 1740 an Herzog Karl I. verkaufte. 1795 zog das Amt und Gericht Lichtenberg/Salder ins Schloss.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Westtrakt abgerissen und neu gebaut und das Schloss ausschließlich landwirtschaftlich genutzt, welches Anfang des 20. Jahrhunderts noch intensiviert wurde.

Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges und somit auch der Monarchie wurde das Schloss 1920 vom Freistatt Braunschweig beschlagnahmt und das Anwesen wurde zur Staatsdomäne, bevor es ab 1939 zum Sitz der Großdeutschen Umsiedlungsgesellschaft durch die Reichswerke Hermann Göring wurde. Britische Truppen bezogen kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges das Schloss, welches im weiteren Verlauf auch als Zuflucht für wohnungslose Heimatvertriebene genutzt wurde. 1955 verkaufte die Salzgitter AG, als Rechtsnachfolgerin der Reichswerke, das Schloss für eine DM an die Stadt Salzgitter.

Ab 1958 wurden nutzungsbedingte Umbauten wieder entfernt, Schäden beseitigt und das Schloss zu einem Museum umgebaut, welches 1962 öffnete. Mitte der 70er Jahre führten bauliche Mängel zur Schließung des Museums. Nach Abschluss der sechs Jahre dauernden Sanierungsarbeiten, bei denen auch die Modernisierung des Schlosses, sowie die Museumserweiterung durchgeführt worden, konnte dieses 1981 wieder eröffnen.

Termine für die Trauungen im Fürstensaal des Schlosses Salder werden nach Absprache ganzjährig angeboten.

Zur Vorbereitung der standesamtlichen Eheschließung muss der gewünschte Trautermin beim Standesamt angemeldet werden. Dies geht entweder persönlich, oder, seit diesem Jahr auch online. Im Online-Traukalender (https://traukalender.salzgitter.de/ ) kann der gewünschte Termin bereits ein Jahr im Voraus reserviert werden. Nach Übermittlung an das Standesamt und positiver Prüfung, wird eine Bestätigungs-Mail versandt, welche eine Frist zur persönlichen Kontaktaufnahme mit dem Standesamt beinhaltet. Hier müssen dann die folgenden nötigen Unterlagen eingereicht werden:

– Beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister, welche beim Geburtsstandesamt erhältlich ist. Von Personen, welche nicht in Deutschland geboren sind, wird die Geburtsurkunde benötigt
– Aufenthaltsbescheinigung, welche bei der Meldebehörde des jeweiligen Wohnsitzes erhältlich ist
– Sofern bereits gemeinsame Kinder vorhanden sind, wird auch eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister des Kindes, die Vaterschaftsanerkennung und ggf. eine Erklärung über das gemeinsame Sorgerecht benötigt
– Sollte ein Partner bereits vorher verheiratet gewesen sein, wird die Eheurkunde der Vorehe mit Auflösungsvermerk benötigt

Sollte ein Partner eine ausländische Staatsbürgerschaft haben, rät das Standesamt Salzgitter zu einem persönlichen Gespräch, um die erforderlichen Unterlagen und das weitere Vorgehen zu erfragen.

Medienpartner
Anzeigen