Gut verschleiert – Welcher Schleier zu welchem Kleid

Ein zarter Schleier mit einer Spitzenborte passt hervorragend zu einem langen Spitzenkleid. Foto: Pixabay (Public Domain)
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Bereits seit dem 4. Jahrhundert tragen Bräute einen Schleier. Während zuvor noch lange, offene Haare als Zeichen der Unschuld galten, war anschließend das Tragen des Brautschleiers ein Symbol der Jungfräulichkeit. Der Brautvater führte auch damals schon die verschleierte Braut zum Altar, wo dann der Schleier vom Bräutigam gelüftet werden konnte. Auch wenn der Brautschleier kein Muss mehr in der heutigen Zeit darstellt, so tragen ihn doch viele Bräute, um ihren Hochzeitslook zu komplettieren. Die Auswahl ist riesig: Lang oder kurz, den ganzen Kopf bedeckend oder nur einen Teil, modern oder klassisch… Aber, welcher Schleier passt zu welchem Kleid?


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Die Braut sollte sich erst für einen Schleier entscheiden, wenn sie ihr Kleid gefunden hat. Während der Brautkleidprobe sollten auch gleich verschiedene Schleiermodelle anprobiert werden. So kann die Braut gleich sehen, ob ein stimmiger Gesamtlook entsteht. Neben der Harmonie zwischen Brautkleid und Schleier ist aber auch der Rahmen, in welchem die Vermählung zelebriert wird, wichtig für die Wahl des Brautschleiers. Wird im großen Stil gefeiert und findet die Trauung in der Kirche statt, so kann die Braut zu einem langen, pompösen Schleier greifen, ist eine standesamtliche oder freie Trauung geplant, so eignet sich ein kurzer, schlichter Schleier besser.

Welche Schleier gibt es?

Überlange Schleier, die als Schleppe fungieren, werden Kapellenschleicher genannt und sind wirklich nur etwas für große Auftritte. Ebenso die bodenlangen Varianten. Kurze Schleier, befestigt an sogenannten Fascinatorn, die nur einen Teil des Kopfes bedecken sowie Schleier, die bis zu den Ellenbogen reichen eignen sich eher für freie und standesamtliche Trauungen. Brautschleier gibt es natürlich aus allen möglichen Materialien: Tüllschleier, die meist ohne Borte verarbeitet sind, wirken modern und eignen sich daher für die Kombination mit ebenso modernen Brautkleidern (zum Beispiel im Meerjungfrauenstil). Schleier mit einer Satin- oder Spitzenborte hingegen sind eher klassisch-romantisch und eignen sich daher auch zu den entsprechenden Kleidern (zum Beispiel Spitzenkleider und Kleider im Boho-Stil).

Welcher Schleier zu welchem Kleid?

Je länger das Brautkleid, desto länger sollte auch der Schleier gewählt werden. Entscheidet sich die Braut zum Beispiel für ein Spitzenkleid, so sollte die Braut zu einem zarten spitzenbesetzten Tüllschleier greifen. Die Wahl der Länge hängt natürlich vom persönlichen Geschmack ab. Sowohl ein ellenbogenlanger Schleier als auch ein bodenlanger Schleier harmonieren hervorragend zu Spitzenkleidern.

Ist das Brautkleid ein Klassiker in A-Linie aus Satin oder Taft, sollte der Schleier eher schlicht gehalten werden. Die Länge darf natürlich wieder frei gewählt werden, sollte jedoch nicht allzu kurz ausfallen. Modelle aus Tüll und ohne Borte oder mit Satinborte (je nach Kleid) eignen sich hier besonders gut. Ist das Kleid sehr voluminös und reichlich verziert, sollte kein Spitzenschleier gewählt werden, um nicht zu viele Materialien und Stilrichtungen zu mischen und die Harmonie des Gesamteindrucks zu zerstören. Entscheidet sich die Braut für ein bodenlanges schlichtes Satinkleid, so kann auch ruhig ein strassbesetzter Schleier gewählt werden, der der Braut ein Extra-Funkeln verleiht.

Entscheidet sich die Braut für ein kurzes Brautkleid, sollte auch der Schleier entsprechend kurz gewählt werden. Auch Fascinator mit integriertem Gesichtsschleier aus Tüll passen bestens zu kurzen Brautkleidmodellen und verleihen der Braut zusätzlich einen weiblichen 30er- bzw. 40er-Jahre-Look. Auch verzierte Modelle mit Strass oder Perlen harmonieren schön mit dem kurzen, schlichten Brautkleid. Auch Bräute mit kurzen Haaren können hier ein schönes Highlight setzen.

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