Gut „gewickelt“ und gewählt: Die Krawatte für den Bräutigam

Neben der Farbe, der Länge und dem Material ist der Knoten entscheidend für die Wahl der richtigen Krawatte. Foto: Pixabay (Public Domain)
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Neben dem für ihn richtigen Hochzeitsanzug, muss der Bräutigam sich auch für die passenden Accessoires wie Kummerbund, Weste und Fliege, Plastron oder Krawatte entscheiden. Lediglich ein Frack oder ein Smoking verlangen nach einer Fliege, andere Anzüge können je nach Gusto kombiniert werden. Hat der Bräutigam sich also gegen Fliege und Plastron und für eine Krawatte entschieden, so müssen nun noch die Fragen nach Farbe, Material, Länge und der richtigen Knotentechnik geklärt werden.


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Die Farbe

Grelle Farben, wilde Farbmixe sowie außergewöhnliche Muster und Motive sollten zur Hochzeit lieber auf dem Krawattenständer hängen bleiben – es sei denn, dass die Braut ebenso experimentierfreudig ist. Natürlich kennt der Bräutigam das Kleid seiner Auserwählten nicht, bevor der große Tag gekommen ist, jedoch ist es völlig legitim zumindest den Farbton und mögliche andere optische Ergänzungen zu erfragen, um auch den eigenen Look entsprechend darauf abzustimmen und ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen. Edle und gängige Krawattenfarben, wie silbergrau, sind immer eine gute Wahl.

Die Länge

Eine normale Krawatte hat eine Länge von etwa 145 Zentimeter, es gibt jedoch auch Modelle in „Überlänge“ für Großgewachsene, die zirka zehn Zentimeter länger ausfallen. Die Position und die Art des Krawattenknotens bestimmen die Tragelänge, diese ist wiederum abhängig von der aktuellen Mode. Von 1900 bis zirka 1970 war es „in“ eine ganze Handbreit zwischen Krawattenspitze und Gürtelschnalle frei zu lassen. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Krawatte so gebunden, dass die Spitze auf Höhe des Hosenbundes bzw. der Gürtelschnalle zum Liegen kam. Heutzutage wird die Krawatte wieder etwas kürzer getragen und somit etwas weniger als eine Handbreit zwischen Gürten bzw. Hosenbund und Krawatte frei bleibt.

Das Material

Um den festlichen Charakter der Hochzeit zu unterstreichen, bietet sich eine Krawatte aus Seide an. Für eine etwas voluminösere Wirkung, kann diese auch mit einem Jacquard-Muster versehen sein. Wer nicht allzu tief in die Tasche greifen will, kann natürlich auch auf eine Krawatte aus einem synthetischen Stoff zurückgreifen, sollte jedoch trotzdem hochwertig wirken, da sie einer der Blickfänge des Bräutigam-Looks ist.

Die Knotentechnik

Neben der Farbe, der Länge und dem Material kommt dem Krawattenknoten eine wichtige Rolle zu. Auch wenn es über 180 Knotentechniken gibt, sollte der Bräutigam aus den drei gängigsten Knoten wählen:

Four-in-Hand

Der Klassiker unter den Krawatten-Knoten ist der Four-in-Hand, der sowohl für den Bräutigam als auch für die männlichen Hochzeitsgäste bestens geeignet ist und einfach zu binden ist.

Windsor-Knoten

Der Windsor-Knoten ähnelt dem Klasssiker Four-in-Hand, wirkt jedoch größer und voluminöser. Der Windsor-Knoten ist etwas schwerer zu binden, als der Four-in-Hand und sollte nur gewählt werden, wenn das ausgesuchte Hemd einen breiten Kragen hat. Sitzt der Windsor-Knoten genau mittig zwischen den beiden Kragenseiten und verdeckt den ersten Hemdknopf, ist dies optimal.

Halber Windsor

Ein klassischer Hemdkragen sollte mit einem Halben Windsor kombiniert werden. Diese Variante ähnelt dem Windsor-Knoten, kann jedoch in unterschiedlichen Ausführungen gebunden werden und sollte möglichst zur Anwendung kommen, wenn eine schmale Krawatte gewählt wurde, deren Material keine allzu hohe Grammatur aufweist.

Die Wahl des richtigen Knotens ist natürlich Geschmackssache und neben der Bindefähigkeit des Trägers auch abhängig vom Hemdkragen und der Festigkeit des Krawattenstoffes. Der Klassiker Four-in-Hand wird mitunter als etwas „schlampig“ angesehen, da er eine leichte Asymmetrie aufweist, die jedoch gerade bei markanteren Gesichtern harmonisch und vorteilhaft wirken kann.

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