Glanz und Gloria – Der Autoschmuck

Wichtigste Regel für blumigen Autoschmuck: Je höher die Deko, desto langsamer sollte gefahren werden. Foto: Pixabay (Public Domain)
Anzeige

Ob nun Oldtimer, Limousine, Trabbi oder gar eine Pferdekutsche oder ein Trecker – egal für welches Vehikel sich das Brautpaar entscheidet, was nicht fehlen darf, ist der Autoschmuck. Dieser ist fast genauso wichtig wie das Hochzeitsgefährt selbst und stets ein wahrer Blickfang! Doch auch hier gilt es einiges zu beachten, damit das Fahrzeug nicht zu kitschig überladen oder zu mickrig geschmückt „daherfährt“:


Anzeige

Bevor sich das Brautpaar für den Autoschmuck entscheidet, sollten sie sich vorab darauf verständigen, wo dieser angebracht wird. In der Regel gibt es drei Möglichkeiten:

  • Vorne: Hier können Motorhaube, Scheibenwischer oder Kühlergrills geschmückt werden
  • Seiten: Rückspiegel, Antenne oder Türgriffe könnten hier aufgehübscht werden
  • Hinten: Stoßstange, Heckfenster oder Kofferraum können hochzeitlich verziert werden

Nachdem das „Wo“ geklärt ist, geht es nun an das „Wie“. Eine Dosenkette an die Stoßstange zu binden, stellt natürlich keine Herausforderung dar, aber die Befestigung eines Blumenbouquets auf der Motorhaube wird schon kniffeliger.

Generell gibt es zwei Möglichkeiten, um den Autoschmuck auf der Motorhaube zu befestigen: Ein Saugnapf oder ein flacher Magnet. Beides hat seine Vor- und Nachteile:

Der Saugnapf ist meist die erste Wahl, wenn es um die Befestigung der Autodekoration geht. Floristen bauen ihn vorzugsweise in die Arrangements ein, da die Befestigung recht einfach im Handling ist. Lediglich durch das parallele Ziehen an zwei Stäben, wird die Luft zwischen Saugnapf und Motorhaube entzogen, sodass die Blumen durch das entstehende Vakuum an der Motorhaube haften. Ist der Untergrund eben und wachsfrei, hält der Saugnapf, was er verspricht. Befinden sich allerdings an der gewünschten Befestigungsposition Sicken und Riefen oder ist das Fahrzeug vorher gewachst worden, leidet die Haftkraft und der Saugnapf ist somit nicht geeignet.

Ein Magnet ist sehr viel einfacher zu befestigen, als ein Saugnapf, könnte jedoch unter Umständen den Lack angreifen bzw. zerkratzen. Auch kann es bei modernen Fahrzeugen mit höherem Aluanteil sein, dass der Magnet nicht haftet. Sollte das Hochzeitsauto ein Mietauto sein, sollte auf den Einsatz eines Magneten vorsichtshalber verzichtet werden. Viele Vermieter verbieten den Einsatz auch von vornherein.

Tipps und Ideen für den Autoschmuck

Der Autoschmuck sollte nicht nur mit dem gewählten Hochzeitsgefährt harmonisieren, sondern auch den Stil bzw. die Farbgebung der Hochzeit wiederspiegeln. Ist ein Oldtimer als Hochzeitsauto gewählt, so sollte die Deko entsprechend klassisch gewählt werden, eine Limousine hingegen darf ruhig etwas extravaganter geschmückt werden. Für eine Kutsche bietet sich ein Blumengesteck natürlich nicht an. Hier sollte das Brautpaar auf mehrere kleine Dekoelemente setzen, um auch den ländlichen Charakter ein wenig zu überspielen.

Klasse statt Masse

Wichtig ist, dass man sich bei der Planung des Autoschmucks nicht übernimmt. Ist das Fahrzeug zu überladen, lenkt es vom Wichtigsten ab: Dem Brautpaar. Außerdem sollte immer darauf geachtet werden, dass auch „nicht zu hoch gestapelt“ wird. Der Fahrer des Hochzeitsautos braucht jederzeit freie Sicht auf die Fahrbahn. Generell sollte drauf geachtet werden, die Geschwindigkeit der Dekohöhe anzupassen. Je höher die Deko, desto langsamer sollte gefahren werden.

Deko-Ideen für das Hochzeitsgefährt

Blumen

Viele Floristen biete spezielle Hochzeitsgestecke für das Brautauto an, die so präpariert sind, dass sie mittels Magnet, Saugnapf oder Draht befestigt werden können. Hier sollte das Brautpaar allerdings nicht zu hoch stecken lassen, damit der Fahrer noch alles ausreichend überblicken kann. Ein flaches Bouquet in Herzform aus Rosen zum Beispiel ist ideal. Entscheidet sich das Brautpaar für einen Mietwagen, kann häufig der Blumenschmuck gleich mitbestellt werden.

Schleifen

Der Klassiker, nicht nur für das Brautpaar – die Spiegel- und Antennenschleifen. Für das Brautauto darf es hier ruhig ein wenig mehr sein, während die Hochzeitsgesellschaft Tüllbänder zur Befestigung an Antenne oder Spiegel zur Verfügung gestellt bekommen sollte. Diese können auch ganz einfach selbst hergestellt werden. Sollte das Brautpaar eine große Schleife auf der Motorhaube anbringen wollen, sollte auch hier an die freie Sicht des Fahrers gedacht werden.

Schriftzüge

Die günstigste Autoschmuck-Variante ist mit Sicherheit das Anbringen von Schriftzügen auf den Scheiben mittels eines weißen Stiftes. Auch die Entfernung ist schnell erledigt. Wer es etwas professioneller wünscht, der kann sich auch Autoaufkleber oder -magnete mit seinem Wunschtext oder -motiv bestellen und diese an den Seiten anbringen. Auch dieser Schmuck lässt sich schnell wieder entfernen und kann mitunter sogar als Erinnerung behalten werden.

Blechdosen

Damit das Brautpaar nicht nur gesehen, sondern auch gehört wird, können Blechdosen an einer Schnur an das Hochzeitsauto gehängt werden. Nett bemalt und mit beschrifteten Stofftüchern unterbrochen, wird dieser Autoschmuck meist von den Trauzeugen vorbereitet. Wer allerdings eine längere Strecke zur Hochzeitslocation zurücklegen muss, der sollte nur eine kurze Strecke mit dem recht lauten Autoschmuck zurücklegen.

Medienpartner
Anzeigen