Fun statt Fremdschämen: Drei Hochzeitsspiele zum Kennenlernen

Viele Hochzeitsspiele steigern eher den Nervfaktor als den Spaß. Foto: Kristin Gründler
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Bewegungsspiele, die das halbe Inventar fordern, peinliche Ratespiele, deren Fragen und geforderte Aktionen häufig unter die Gürtellinie gehen oder entblößte Körperteile, die nicht nur den Großeltern die Schamesröte ins Gesicht treiben – beim Thema Hochzeitsspiele scheiden sich die Geister und sorgen häufig nicht für den erhofften Fun, sondern eher für kollektives Fremdschämen. Dass dies nicht immer so sein muss, zeigen die folgenden drei Spiel-Ideen, bei denen sicherlich niemand bloßgestellt und stattdessen das Kennenlernen aktiv vorangetrieben wird:


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Wer ist es?

Bei diesem Hochzeitsspiel werden sich nicht Namen von Persönlichkeiten auf einem Zettel an die Stirn geklebt, sondern Braut und Bräutigam versenden mit den Einladungen entsprechende Steckbriefe, die die Gäste ausfüllen und entweder mit der Antwort zurücksenden oder zur Hochzeitsfeier mitbringen sollen. Auf diesen werden sie nach verschiedenen Dingen, außer ihrem Namen, gefragt. Auf der Feier selber muss nun jeder Gast einen Steckbrief ziehen und versuchen herauszufinden, welcher Hochzeitsgast diesem zugeordnet werden kann. Dies gelingt in der Regel nicht, ohne ein paar Fragen an diverse Gäste, sodass das Kennenlernen unvermeidlich ist und sicherlich eine Menge Spaß bringt und zusätzlich Gesprächsstoff liefert. Die Steckbriefe könnten folgende Fragen beinhalten:

  • Wo bist du geboren?
  • Bist du mit der Braut oder dem Bräutigam verwandt?
  • Wie lange kennst du die Braut/ den Bräutigam?
  • Woher kennst du die Braut/ den Bräutigam?
  • Was machst du beruflich?
  • Arbeitest du mit der Braut/ dem Bräutigam?
  • Was ist dein Lieblingshobby?
  • Bist du schon verheiratet?
  • Hast du eine weite oder kurze Anreise?

Gruppe der Gemeinsamkeiten

Auch bei diesem Spiel steht das Kennenlernen im Vordergrund. Vorab müssen lediglich Fragen definiert werden, die auf Schilder geschrieben werden, die der Spielleiter später für die Gäste hochhält. Sollten diese die jeweilige Frage mit „Ja“ beantworten können, müssen sie aufstehen. Die Frischgetrauten müssen nun anhand der aufgestandenen Personen erraten, welche Gemeinsamkeit die Gruppe eint. Das können ganz offensichtliche Übereinstimmungen sein, es kann jedoch auf etwas kniffeliger werden. Mögliche Beispiele sind:

Alle aufstehen, die

  • mit dem Brautpaar verwandt sind
  • Single sind
  • Verheiratet sind
  • Vegetarier sind
  • mit der Braut und/oder dem Bräutigam zur Schule gegangen sind
  • Sportler/innen sind
  • eine weite Anfahrt hatten
  • mindestens zehn Jahre mit der Braut/ dem Bräutigam befreundet sind
  • Arbeitskolleginnen/ Arbeitskollegen der Braut/ des Bräutigams sind
  • auf dem Junggesellenabschied/ Junggesellinnenabschied waren
  • aus der Stadt/ dem Ort kommen, in dem das Brautpaar wohnt
  • eine Brille tragen
  • Hobbys der Braut/ des Bräutigams teilen
  • blond/ rothaarig/ brünett sind
  • beige Schuhe tragen

Verkehrte Welt

Jeder kennt das Übereinstimmungsspiel (regionalHochzeit.de berichtete), bei welchem lediglich Braut und Bräutigam Fragen zu persönlichen Dingen beantworten müssen und sich dabei, falls der Initiator kein Fingerspitzengefühl walten lässt, häufig nicht ganz wohl fühlen. Wer dem vorbeugen will, kann den Spieß ganz einfach umdrehen und der versammelten Hochzeitsgesellschaft Fragen über sich selbst stellen, die von Braut und Bräutigam zuvor gewählt werden und somit die Garantie liefern, dass auch wirklich nur das gefragt wird, womit das Brautpaar sich wohl fühlt. Ob die Fragen vom Brautpaar selber an die Gäste gestellt werden oder ein Trauzeuge oder Hochzeitsmoderator dies übernimmt, bleibt jedem selber überlassen. Gewonnen hat am Ende der Tisch, der die meisten Fragen richtig beantworten konnte. Gerade Fragen nach lustigen Anekdoten aus der Kinder- und Jugendzeit, sorgen sicherlich für viel Erheiterung. Zum Beispiel können folgende Fragen gestellt werden:

  • Wie ist die Braut zu der Narbe an ihrem Bein gekommen?
  • War die Braut/ der Bräutigam eine gute Schülerin/ ein guter Schüler?
  • Wer ist dominanter? Braut oder Bräutigam?
  • Wie hat sich das Brautpaar kennengelernt?
  • Welches ist das erste Auto des Bräutigams gewesen?
  • Wer ist schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt geraten?
  • Welches Hobby teilen sich Braut und Bräutigam?
  • Welches Reiseziel haben sie sich für ihren nächsten Urlaub ausgesucht?
  • Was isst die Braut/ der Bräutigam am liebsten?
  • Was kann die Braut/ der Bräutigam gar nicht ausstehen?

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