Fatale Farb-Fehler für die Feierlichkeiten

Bei der Wahl der Hochzeitsfarben, sollte auf Understatement geachtet werden, damit das Auge nicht überreizt wird. Foto: Pixabay (Public Domain)
Anzeige

Eine gelungene Hochzeitsdeko entsteht nicht zuletzt durch das entsprechende Farb-Motto, dass die Zukünftigen für ihren schönsten Tag auswählen. Natürlich sollte es hier in erster Linie um den persönlichen Geschmack gehen, dieser sollte jedoch auch kompatibel mit den benötigten Deko-Elementen wie der Papeterie, der Stoffe und der Blumen sein. Sobald sich Braut und Bräutigam also auf eine Hauptfarbe für die Hochzeit verständigt haben, sollte das Konzept auf Umsetzbarkeit eingehend geprüft werden und folgende Fehler vermieden werden:


Anzeige

Unruhige Farbkombinationen

Auch wenn die absolute Lieblingsfarbe zur Hochzeitsfarbe auserkoren wurde, so sollten trotzdem einige Ruhepunkte in der Dekoration berücksichtigt werden, damit die Augen der Gäste nicht von der Hauptfarbe überstrapaziert werden. Hat sich das Brautpaar beispielsweise für ein sattes Apfelgrün entschieden, so sollte zu dieser Hauptfarbe unbedingt noch eine gedecktere Komplementärfarbe gewählt werden, um ein Gleichgewicht zu kreieren. Hier bieten sich vor allem Erdtöne wie Sand, Beige oder Vanille an. Das Apfelgrün verliert somit nicht die charakteristische Intensität, der Raum hingegen wirkt sehr viel aufgeräumter und der Kontrast entspannt das Auge. Je nachdem welcher Effekt gewünscht ist, kann die Hauptfarbe natürlich auch mit etwas intensiveren Farben kombiniert werden, die zum Beispiel einen aktuellen Trend aufgreifen. Aktuell würden sich hierfür metallische Farben anbieten, in diesem Fall wäre eine Kombination mit einem Silberton sicherlich schön.

Trends sind kein Muss

Wer in letzter Zeit einen Blick in aktuelle Hochzeitsmagazine geworfen hat, der hat sicherlich schnell feststellen können, dass die aktuellen Trendfarben aus Metallic-Tönen bestehen. Was in diesem Jahr schon zum Farbtrend avancierte, wird sich auch in 2017 fortsetzen. Gold, Silber, Kupfer und Bronze bilden aktuell den Farbrahmen für vielerlei Vermählungsfeiern. Doch was ist, wenn weder Braut noch Bräutigam dem Edelmetall-Trend wirklich etwas abgewinnen können? – Wer ein ungutes Gefühl beim Einsatz der Trendfarben hat und der Mode nur halbherzig folgen würde, der sollte sich nicht durch die Aktualität beeinflussen lassen. Schließlich wird das Farbkonzept das Brautpaar noch jahrelang auf entsprechenden Bild- und Videoaufnahmen „verfolgen“ und sollte daher unbedingt den persönlichen Geschmack des Brautpaares treffen und sie rundum glücklich und zufrieden stimmen. Der Griff zur Lieblingsfarbe und somit zur vollständigen inneren Überzeugung sollten immer höchste Priorität haben. Wer von seiner Lieblingsfarbe nicht abweichen möchte, jedoch auch die aktuellen Farbtrends aufgreifen möchte, der kann auch zu dezenten Kombinationen greifen. So spricht zum Beispiel nichts dagegen, die Hochzeitsdekoration auf Altrosa auszulegen, diese Hauptfarbe jedoch mit einigen goldenen Accessoires zu ergänzen.

Zu viele Farben verderben das Konzept

Um eine einheitliche und ruhige Farbwirkung zu erzielen, sollten nicht mehr als drei Farben miteinander kombiniert werden. Ein wilder Farbmix kann zwar auch ein Konzept sein, wirkt in der Regel jedoch eher ungewollt und unruhig. Wer sich nicht nur auf eine Hauptfarbe und eine weitere Komplementärfarbe beschränken will, der kann auch, ausgehend von der Hauptfarbe, einige abgestufte Töne dieser als Ergänzung wählen. So können verschieden intensive Lila-Töne (wie Flieder, Lavendel, Pastellviolett oder Bordeauxviolett) durchaus miteinander kombiniert und zum Beispiel durch eine Kontrastfarbe wie einem modernen Metallic-Ton (hier würde sich Silber anbieten) ergänzt werden.

Zu jeder Lieblingsfarbe eine Blume

Bei der Wahl der Hochzeitsfarbe sollte auch das saisonal verfügbare Floristik-Angebot beachtet werden. Wer sich zum Beispiel auf eine Farbkombination von Rot und Gold festlegt, der sollte nicht gerade rosane oder orangene Blumen wählen, sondern eher zu roten Rosen greifen. Wer in den Frühlings- und Sommermonaten heiratet, ist da natürlich nicht so beschränkt bei der Auswahl, da die Natur zu dieser Zeit floral nahezu die gesamte Farbpalette abdeckt. Paare, die sich in den kälteren Monaten das Ja-Wort geben, sind hier sicherlich etwas beschränkter, wobei natürlich auch mit „Winterblumen“ wie zum Beispiel Ranunkeln tolle Dekorationen und Kombinationen entstehen können.

Farbkonzept auch abseits der Tische

Wer seine Hochzeitsfarben in Papeterie und Floristik aufgreift, der hat sicherlich schon viel dazu beigetragen, ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen. Jedoch sollte auch abseits der Hochzeitstische auf die passende Umsetzung geachtet werden und auch die textilen Komponenten abgestimmt werden. So sollten auch Tischläufer, Hussenschleifen und die Stoffservietten nach Möglichkeit in der Hochzeitsfarbe gewählt werden. Wichtig ist auch hier, es nicht zu übertreiben und die Tischdecken und Hussen eher in neutralen Farben wie Weiß oder Elfenbein als Kontrast und Ruhepol zu wählen.

Menschliches Farbkonzept

Auch die Gäste und natürlich das Brautpaar selbst können Teil des Farbkonzeptes sein. So kann der Bräutigam beispielsweise seine Krawatte, seine Fliege oder sein Einstecktuch in der Hochzeitsfarbe wählen. Auch die Braut kann mit ihrem Brautstrauß, einer Schleife an ihrem Kleid oder farbigen Brautschuhen die Farbe aufgreifen. Sollten Brautjungfern vorhanden sein, so können auch diese nach dem bestehenden Farbmotto gekleidet sein. Auch ein Farb-Dresscode ist durchaus denkbar – so kann eine Winterhochzeit, die als Farbmotto „Schnee und Eis“ aufgreift, natürlich mit allerlei weißen Dekoelementen ausgestattet werden und durch die Hochzeitsgäste, die angehalten wurden, in eisblauen Tönen gekleidet zu erscheinen, ein stimmiges Gesamtbild erzeugt werden.

Medienpartner
Anzeigen