Falter statt flattern: Schmetterlinge auf Siegesflug

Ein hawaiianischer Brauch, der auch in Deutschland angekommen ist: Das Fliegenlassen von Schmetterlingen. Foto: dzevoniia

Eine tierische Komponente, die bei vielen Hochzeiten nicht fehlen darf, sind die Hochzeitstauben. Dieser Brauch wird als Geschenk von Trauzeugen und Hochzeitsgästen organisiert und soll die ewige Liebe des Brautpaares symbolisieren, da ein Taubenpärchen, was sich einmal gefunden hat, für alle Zeit zusammenbleibt. Etwas, was man natürlich auch den Frischvermählten wünscht.


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Die Geschichte der Hochzeitstauben findet ihren Ursprung im Christentum, in welcher ihnen eine große Bedeutung zugesprochen wurde. Als Sinnbild der Versöhnung zwischen Gott und den Menschen nach der Sintflut, als auch als Darstellung des heiligen Geistes, diente die weiße Taube. Ihr Einsatz als „Hochzeitstier“ erfolgte jedoch erst im Barock-Zeitalter. Seitdem steht sie bzw. stehen sie für Glück, Liebe und Frieden.

Doch dem Geflügel-Klassiker wird seit kurzem der Rang abgelaufen, denn das gemeinsame Fliegenlassen von Schmetterlingen hat sich mittlerweile als Hochzeitstrend etabliert. Der aus Hawaii stammende Brauch, der längst auf Hochzeiten in den USA praktiziert wird, verspricht Glück für das Brautpaar und soll seine Wünsche erfüllen. Damit die ganze Hochzeitsgesellschaft an diesem teilnehmen kann, können kleine Schachteln mit Hochzeitsschmetterlingen verteilt werden, denen die Gäste dann ihre Wünsche für das Brautpaar zuflüstern können, bevor sie in die Luft entlassen werden. Die farbenfrohen Falter stehen für Liebe und die Seele und sind nicht zuletzt aus diesem Grund das Symboltier Hawaiis.

Wer sich für das Fliegenlassen von Schmetterlingen entscheidet, sollte bedenken, dass diese häufig extra für den Hochzeitstag gezüchtet werden und daher eine Vorlaufzeit von mindestens vier Wochen benötigt wird. Bestellungen sollten daher frühstmöglich erfolgen, auch wenn in den klassischen Hochzeitsmonaten von Mai bis September generell mehr Schmetterlinge verfügbar sind, ist dies noch lange kein Garant, dass Überschüsse vorhanden sind. Auch sollten sich Brautpaare vorher bei den örtlichen Behörden erkundigen, ob eine spezielle Genehmigung nötig ist. Auch dies kann einige Wochen in Anspruch nehmen.

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