Erst auf die Schippe, dann unter die Haube: Der Groom Roast

Der Bräutigam muss sich darauf einstellen, dass er beim Groom Roast ordentlich Saures bekommt. Foto: Pixabay (Public Domain)
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Die Bridal Shower, eine Brautparty nach amerikanischem Vorbild, die es als Trend nun auch nach Deutschland geschafft hat (regionalHochzeit.de berichtete), braucht natürlich auch ein männliches Äquivalent, schließlich sind es nicht nur die girls, who just want to have fun. Dieses findet immer häufiger in Form eines Groom Roast statt. Während es jedoch bei einer Bridal Shower hauptsächlich darum geht im gehobenen Ambiente einen schönen Mädelsabend zu verbringen und nebenbei zeitaufwendige Dekoelemente herzustellen, hat der zukünftige Bräutigam ein schwereres Los.


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Was ist ein Groom Roast?

Bei einem Groom Roast wird der Bräutigam, ähnlich dem bekannten Comedy Roast, von seinen Gästen mit teils sehr derben Witzen, beleidigenden Schimpfwörtern und peinlichen Anekdoten aus seinem Leben „geehrt“. Der Bräutigam sollte hierbei, wie beim prominenten Vorbild, die Fassung wahren und nicht gegen seiner „Röster“ schießen, wohlwissend, dass auch seine Zeit kommen wird, um seinen „Roastmaster“ und die weiteren Gäste ebenso durch den Kakao zu ziehen. Natürlich dient der Groom Roast aber auch dazu mit den männlichen Hochzeitsgästen einen lustigen Abend zu verbringen, welcher sich auch durch gemeinschaftliche Spiele und leckeres Essen auszeichnet.

Wann wird gefeiert?

Wie auch bei der Planung des Junggesellenabschiedes und des weiblichen Pendants, bietet es sich an, dass auch der Groom Roast parallel zur Bridal Shower ausgerichtet wird. In der Regel findet diese ein bis zwei Monate vor der Trauung statt. So kann auch garantiert werden, dass keine anderen Hochzeitsverpflichtungen für den Zukünftigen anstehen und er seinen Abend genießen kann.

Wer richtet den Groom Roast aus?

Während der Junggesellenabschied meist vom Trauzeugen des Bräutigams organisiert wird, fällt die Ausrichtung des Groom Roast traditionell auf den Brautführer, wenn dieser denn entsprechend ernannt wurde. Sein Job beginnt nämlich in der Regel erst mit der Trauung, bei welcher er unter anderem für das Hinein- und Hinausführen des Hochzeitszuges, dem Anzünden der Kerzen, der richtigen Dekoplatzierung und dem Auf- und Abbau des Sektempfanges verantwortlich ist. Auch die Einhaltung der Sitzordnung und das Abstimmen der gespielten Musik fallen in seinen Aufgabenbereich, sodass er im Vorfeld viel Zeit hat und den Trauzeugen entsprechend entlasten kann. Der Groom Roast wird in der Regel beim organisierenden Brautführer ausgerichtet, was ihn wiederum zum „Roastmaster“ macht. Ist dies nicht möglich, ist natürlich auch ein anderer Ort möglich.

Wer wird eingeladen?

Neben dem Organisator, der der Brautführer oder ein nahestehender Freund oder Verwandter sein kann, werden auch alle weiteren männlichen Hochzeitsgäste zum Groom Roast eingeladen. Gerade weil die jungen und älteren Hochzeitsgäste nicht unbedingt am Junggesellenabschied teilnehmen können oder dürfen, ist der Groom Roast die optimale Möglichkeit, alle Männer, die dem Bräutigam nahestehen, zusammenzubringen und Spaß zu haben, teilweise auch auf Kosten des Zukünftigen. Natürlich sollte der Organisator hierfür die finale Gästeliste kennen. Ist dieser der Brautführer, sollte er einen engen Kontakt mit dem Trauzeugen des Bräutigams pflegen und die Roast-Gästeliste mit ihm abstimmen, um auch keinen zu vergessen.

Wie wird gefeiert?

Während sich bei den Mädels alles um das Thema Hochzeit dreht und sie die Bridal Shower auch für das gemeinschaftliche Herstellen oder Bearbeiten der Hochzeitsdekoration und Papeterie-Artikel nutzt, so ist der Groom Roast fast ausschließlich auf Unterhaltung ausgelegt. Neben dem bereits erwähnten „Roast“ kann der Abend noch mit entsprechenden Spielen wie Poker, sportlichen oder teambildenden Aktivitäten und Frage- bzw. Trinkspiele zum Leben des zukünftigen Bräutigams geplant werden. Auch ist es üblich, den „Mann des Abends“ zu beschenken. Die Verpflegung ist sicherlich abhängig vom persönlichen Geschmack des Bräutigams, mit einem Grillabend kann man aber in den meisten Fällen sicherlich nichts falsch machen.

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