Endspurt: Das sollte in der Hochzeits-Vorwoche erledigt werden

Auch wenn Hochzeitsplanungen oft viel Kraft und Zeit kosten, in der letzten Woche muss noch einmal alles abgesichert werden. Foto: Pixabay (Public Domain)

Die Hochzeitsvorbereitungen ähneln einem Marathon, auf dessen Strecke das Brautpaar immer wieder auf Herausforderungen trifft, die nicht nur an den Kräften, sondern auch an den Nerven zehren. Hier heißt es: Durchhalten! Und auch wenn die Zeit zum Ja-Wort immer kürzer wird und die wichtigsten Einkäufe, Buchungen und Bestellungen bereits erledigt sind, so sollten die Zukünftigen auch in der Hochzeits-Vorwoche noch einmal alle Kräfte mobilisieren und die bisherigen Planungen noch einmal auf Herz und Nieren checken und sichergehen, dass auch alle Beteiligten sich an die Vereinbarungen halten. Gerade folgende Punkte erfordern von Braut und Bräutigam einen Endspurt auf die letzen Tage:


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Lieber einmal mehr 

Auch wenn alle Lieferantenabsprachen bereits unter Dach und Fach sind, in der Hochzeits-Vorwoche sollten Braut und Bräutigam lieber alle noch einmal kontaktieren und die wichtigsten Eckpunkte kurz gegenbestätigen lassen. Auch sollte final erfragt werden, wie viele Gäste für das Buffet durch Lieferanten, den Fotografen, die Bandmitglieder, den DJ und eventuelle Techniker hinzukommen, sodass der Caterer Bescheid weiß und diese mit einplant. Ebenso sollte die Hochzeitslocation über Extrawünsche der Zulieferer, wie zum Beispiel einen extra DJ-Tisch, informiert werden. Auch der Platzbedarf der Band sollte mitgeteilt werden. Zudem empfiehlt es sich, einen Zeitplan mit den entsprechenden Anlieferungszeiten von Dekoration, Blumen, Band etc. zu erstellen und an die wichtigsten Personen auszuhändigen. Auch die wichtigsten Telefonnummern der Lieferanten sollten ausgetauscht werden. Auch der Fahrer des Hochzeitsgefährts sollte in der Vorwoche mit den jeweiligen Abholzeiten und -orten ausgestattet werden.

Stellvertreter benennen

Der Hochzeitstag ist auch die Entschädigung für die stressige Planungszeit, die sicherlich auch die ein oder andere Meinungsverschiedenheit zu Tage förderte. Da sollten Braut und Bräutigam ihren großen Tag auch wirklich in vollen Zügen genießen können und nicht der Universalansprechpartner für jedes noch so kleine Problem sein. Hier sollten in erster Linie die Trauzeugen für die Zukünftigen in die Bresche springen. Das Brautpaar sollte mit seinen stärksten Helfern die genauen Aufgaben noch einmal durchsprechen und sie mit den wichtigsten Telefonnummern der Lieferanten ausstatten. Diese sollten im Gegenzug ebenfalls die Nummern der wichtigsten stellvertretenden Ansprechpartner für den Hochzeitstag auf einer Notfall-Liste erhalten. Auch die Betreiber der Hochzeitslocation sollten idealerweise die Trauzeugen vorab kurz kennenlernen, um sich im Falle der Fälle am großen Tag nicht doch erst wieder an das Brautpaar wenden zu müssen. Sollte etwas am Hochzeitstag bar bezahlt werden müssen, so sollte das Brautpaar auch diese Aufgabe delegieren. Da die Trauzeugen schon sehr eingespannt sein werden, sollte eventuell der Brautvater damit beauftragt werden. Sollte das Brautpaar bestimmte Utensilien in die Trauung einbeziehen wollen, so sollten ebenfalls Helfer bestimmt werden, die sicherstellen, dass diese auch rechtzeitig an ihrem Platz sind.

Wer schön sein will…

…sollte dies gut planen und größere Experimente vor der Hochzeit lieber vermeiden. Natürlich ist es eine Woche vor der Hochzeit zu spät, um die Beauty-Termine zu vereinbaren, aber eine letzte Vergewisserung, dass das Braut-Make-Up auch wirklich um acht Uhr aufgetragen wird und die Haare dann bereits in Form sind, sollte eingeholt werden. Auch kleinere Schönheitsoptimierungen wie Mani- und Pediküre können noch in der Vorwoche terminiert und erledigt werden. Dies betrifft natürlich auch den Bräutigam. Auch dieser sollte darauf achte, dass die Hände pedikürt, die Haare in Form geschnitten und der Bart getrimmt ist. Eine neue Haarfarbe, ein neuer Haarschnitt oder ein erstmaliges Fruchsäurepeeling, sollten lieber einige Monate vorher durchgeführt werden, falls das Ergebnis nicht ganz so ist, wie gewünscht.

Unterstützung und Verstärkung

Für den Fall, dass auch viele ältere Gäste auf der Hochzeit erwartet werden, sollten diese ganz besondere Aufmerksamkeit erfahren. Braut und Bräutigam sollten daher sicherstellen, dass diese einen komfortablen Transfer zum Standesamt oder zur Kirche erhalten. Aber auch mögliche Strecken zwischen Trauort und Location sollten mit einem Fahrdienst abgedeckt sein, sodass keine Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen überfordert werden. Neben weiteren Hochzeitsgästen, kann hier natürlich auch ein professioneller Fahrdienst beauftragt werden. Auch beschwerliche Aufstiege oder unebenes Gelände können schnell unangenehm werden. Auch hier könnten ein paar Helfer benannt werden, die die Gäste körperlich unterstützen, die es nötig haben. 

Abholen und Aufdampfen

Neben der Braut selbst ist sicherlich auch ihr Kleid der Höhepunkt und Hingucker des Hochzeitstages. Klar, dass da alles perfekt sitzen muss. Sollte die Zukünftige ihr Kleid bereits schon länger im Schrank hängen haben oder es eine länger Reise hinter sich haben, könnte ein kurzes Aufdampfen nicht schaden, um eventuelle Falten aus dem Stoff zu kriegen. Dies sollte ausschließlich professionell erfolgen, um Tränen vorzubeugen. Generell sollte das Kleid nach dem Abholen immer im Kleidersack aufgehangen werden. Der Rock kann hierbei bei sehr langen Kleidern auch aus dem Kleidersack raushängen. Hier sollte dann jedoch der Boden mit einem sauberen Tuch ausgelegt werden, damit auch wirklich nichts an den feinen Stoff kommt. Der Aufbewahrungsort sollte rauch- und tierfrei sein. Für die Abholung (sollte diese nicht mit einer finalen Anprobe verbunden sein) kann die Braut ebenfalls ihre Trauzeugin oder eine ihrer Brautjungfern einspannen. Selbes gilt natürlich auch für die Ausstattung des Bräutigams.

Ich packe meinen Koffer…

Und das sollten Braut und Bräutigam definitiv ganz in Ruhe bereits in der Vorwoche ihres schönsten Tages erledigen. Geht es nämlich im Anschluss an die Hochzeitsfeier gleich in die Flitterwochen oder zumindest in einen romantischen Kurzurlaub oder liegt vielleicht lediglich der Trauungsort und die Location nicht wohnortnah, so muss für diese Aufenthalte bereits entsprechend gepackt werden. Hat die Braut ihr Beauty-Notfall-Set, ihren Bikini und die Hochzeitswäsche? Sind die gegenseitigen Hochzeitsgeschenke eingepackt? Die Pack-Liste ist sicherlich länger als man zunächst denkt und wer die Aufgabe strukturiert und ohne Zeitdruck angeht, läuft sicher nicht Gefahr Essentielles zu vergessen.

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