Einwegkameras für Mehrwegspaß

Einwegkameras eignen sich hervorragend dazu, die Gäste auf amüsante Art zu beschäftigen und die Kommunikation zu fördern. Foto: Werner Heise
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Digi-Cams, Smartphones, Photobooths und sogar Drohnen bestimmen heutzutage das Bild vieler Hochzeiten und sind der Garant für Fotos in bester Qualität und mit längster Haltbarkeit. Doch da gibt es auch noch ein Relikt vergangener Zeiten, das heute noch gern auf Hochzeitsfeiern eingesetzt wird und dabei nicht nur für schöne Erinnerungen sorgt, sondern ein unterhaltsamer Teil des Hochzeitsprogramms sein kann – die Einwegkamera.


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Analog trotz(t) digital

Die ersten Einwegkameras, damals unter dem Namen Quicksnap erhältlich, wurden bereits zum Ende der 80er Jahre von der Firma Fujifilm entwickelt und auf den Markt gebracht. Etablieren konnten sich diese hauptsächlich als Reserve- und Schnappschusskameras, die immer dann gezückt wurden, wenn der eigentliche Fotoapparat nicht zur Hand oder defekt war (oder einfach der Film bereits verknipst). Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung wurden die klassischen analogen Kameras immer mehr vom Markt verdrängt, die Einwegkameras jedoch konnten durch den hohen Spaßfaktor in Kombination mit niedrigen Anschaffungskosten eine Nische besetzen.

Aufgaben für Aufnahmen

Ob nun lediglich die kleinen Hochzeitsgäste oder die gesamte Hochzeitsgesellschaft unterhalten werden soll – Einwegkameras eigenen sich hervorragend zur Förderung der Kommunikation unter den, teilweise auch noch gegenseitig unbekannten, Gästen sowie der Beschäftigung der Kinder. Hierzu sollten jedem Tisch verschiedene Aufgaben gestellt werden, die mit den Einwegkameras während der Feier eingefangen werden sollen. Natürlich sollten Motivanforderungen vermieden werden, die unter die Gürtellinie gehen oder waghalsige Positionen des jeweiligen „Fotografen“ erfordern. Um den Spaß pro Tisch zu erhöhen, sollten die Aufgaben inhaltlich und zeitlich von Tisch zu Tisch variieren, sodass zum Beispiel jeder Tisch zu einem anderen Zeitpunkt das Brautpaar in einer bestimmten Situation ablichten muss oder Gruppenfotos von sich anfertigen soll. Je nach Umfang der gewählten Aufgaben reicht in der Regel eine Einwegkamera pro Tisch vollkommen aus. Die Aufgaben für die jeweiligen Aufnahmen sind natürlich frei wählbar und können vom Brautpaar oder den Trauzeugen auf die jeweiligen Gäste an den unterschiedlichen Tischen zugeschnitten werden. Folgende Fotoaufgaben werden gern gestellt:

Bitte fotografiere…

  1. einen Schnappschuss unter dem Tisch
  2. einen Kussmund auf einen Gegenstand eurer Wahl
  3. dich mit einem dir völlig unbekannten Gast
  4. ein Gruppenfoto eines anderen Tisches (Tischnummer vorgeben)
  5. jemanden, der gerade ein Gruppenfoto macht
  6. etwas, was dir besonders gut gefällt
  7. etwas Blaues (Farbe vorgeben)
  8. etwas Rundes/Eckiges/herzförmiges (Form vorgeben)
  9. eine Person, die eine Grimasse zieht
  10. den besten Tänzer am Tisch in Aktion
  11. das Brautpaar um 19, 20, 21, 22 Uhr… (Zeitpunkt angeben)
  12. eine freudige Reaktion, ein fröhliches Lächeln
  13. etwas Ungewöhnliches 
  14. eine Person, die im Januar, Februar, März…. geboren ist (Monat angeben)
  15. eine Person aus Wolfenbüttel, Braunschweig, Salzgitter…. (Stadt angeben)
  16. eine Person (möglichst dich selbst) in vorteilhafter Pose
  17. eine Person (möglichst dich selbst) in unvorteilhafter Pose
  18. ein wunderschönes Detail der Hochzeit
  19. eine lustige Peinlichkeit
  20. die Braut mit einem Bier in der Hand
  21. die Trauzeugen
  22. den schönsten Anzug
  23. den Geschenktisch
  24. die Brauteltern
  25. den ältesten und den jüngsten Gast
  26. die Hochzeitstorte aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel
  27. ein anderes Paar beim Küssen

Mit diesen exemplarischen Aufgaben sind die in der Regel 27 möglichen Fotos der Einwegkamera erschöpft. Sollte den Gästen noch die Möglichkeit eingeräumt werden, die Liste um individuelle Schnappschüsse zu ergänzen, müssten die Aufgaben entsprechend gekürzt oder weitere Kameras pro Tisch ausgelegt werden. Die Einwegkameras selber sind online bereits in sogenannten Hochzeitspaketen und somit in ausreichender Stückzahl und in entsprechenden Designs erhältlich. Auch Kameras mit weißer Verpackung werden angeboten und können vom Brautpaar individuell verziert werden.

Kein Bild ohne Blitz

Ältere Baujahre werden es sicherlich noch vor Augen haben, jüngere sollten lieber noch einmal aktiv an die abweichende Bildqualität der Einwegkameras gegenüber der digitalen Varianten erinnert werden. Damit die Schnappschüsse auch wirklich was werden und die Gäste nicht für die Tonne knipsen, muss der Blitz bei jeder Aufnahme eingeschaltet werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte auch dieser Hinweis möglichst prominent auf den Tischen platziert werden:

Diese Feier ist jetzt schon wahrlich wunderbar,
für besondere Fotos bin ich für euch da.
Denn alles, was heute im Verborgenen geschieht, 
das Brautpaar so im Anschluss sieht.

…und damit es auch was zu sehen gibt, denkt bitte dran: Der Blitz muss mit!

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