Die richtigen Worte finden – Die Hochzeitsrede

Oft ist es nicht einfach, die richtigen Worte zu finden. Foto: Pixabay (Public Domain)
Anzeige

Eine Rede zur Hochzeit kann natürlich jeder halten, der in einer besonders engen Beziehung zum Brautpaar steht. Dem Brautvater obliegt jedoch das Recht und die Aufgabe die erste Tischrede zu halten und somit nach der symbolischen Übergabe vorm Altar auch verbal seine Tochter ihrem Auserwählten zu übergeben. Dieses Privileg sollte ihm unter keinen Umständen genommen werden, sorgt es doch nicht selten für Rührungstränen bei der gesamten Hochzeitsgesellschaft. Im Anschluss können sich weitere Redner anschließen, wie zum Beispiel der Vater des Bräutigams, die Mütter des Hochzeitspaares oder die Geschwister und Trauzeugen. Wer auch immer die Rede hält, sollte jedoch nicht ganz unvorbereitet das Wort ergreifen, sondern einige Regeln beachten, damit der Beitrag auch bei allen so ankommt, wie er gemeint war:


Anzeige

Nicht unter die Gürtellinie

Natürlich muss eine Hochzeitsrede nicht nur ernst sein, auf schlechte Witze über die Ehe oder beleidigende Kommentare über das Brautpaar oder Anwesende sollte jedoch unbedingt verzichtet werden. Nichts desto trotz darf der ein oder andere humoristische Teil selbstverständlich in die Hochzeitsrede einfließen – jedoch maß- und niveauvoll.

Anekdoten lockern auf

Während also auf Kalauer und beleidigende Kommentare verzichtet werden sollte, dürfen die Redner jedoch gern auf lustige Anekdoten zurückgreifen und diese in die Rede einbauen. Sei es nun das Kennenlernen von Braut und Bräutigam, eine lustige Begebenheit aus einem gemeinsamen Urlaub oder kleinere Eigenheiten der Frischvermählten – hier ist erlaubt, was dem Brautpaar nicht die Schamesröte ins Gesicht treibt und vielleicht auch bei anderen Gästen Erinnerungen wachruft.

Inspirationen suchen

Gerade zum Ende der Rede, wenn der Redner dem Brautpaar seine Wünsche übermittelt, bietet es sich an, sich textliche Inspirationen zu suchen. Sei es nun ein kurzes Gedicht oder ein bekanntes Zitat – beide können eine Hochzeitsrede bereichern, wenn sie denn kurz gehalten sind. Zu verschachtelte Sätze oder zu komplizierte Textlängen sollten vermieden werden, damit auch jeder Zuhörer folgen kann.

Rede flüssig halten

Am besten ist es natürlich, wenn die Hochzeitsrede frei gehalten werden kann. Wem jedoch die Aufregung einen Strich durch die Rechnung macht, der kann sich auch gern anhand eines Manuskripts durch den Vortrag hangeln. Wichtig ist, die Rede kurz zu halten. Länger als fünf Minuten sollte kein Wortbeitrag dauern. Auch sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu schnell, jedoch deutlich und in ausreichender Lautstärke gesprochen wird. Des Weiteren sollte trotz helfendem Manuskript nicht nur vorgelesen werden, sondern immer wieder der Blickkontakt mit dem Brautpaar und der Hochzeitsgesellschaft gesucht werden.

Alles dreht sich ums Brautpaar

Sowie sich der gesamte Tag um die Frischvermählten dreht, so sollte auch die Hochzeitsrede hauptsächlich von ihnen handeln. Der Redner nimmt sich, die Verwandten und die anderen Gäste zurück und konzentriert sich voll und ganz auf die Beziehung und die individuellen Züge und Eigenschaften von Braut und Bräutigam. Natürlich darf der Brautvater in seiner Rede von der besonderen Beziehung zu seiner Tochter sprechen, sollte dann aber auch schnell den Bräutigam und die Beziehung des Hochzeitspaares erwähnen.

Keine Strafe, ein Geschenk

Eine Hochzeitsrede zu halten, kann für viele erst einmal als Strafe wirken. Gerade für Menschen, die sonst nicht vor einem größeren Publikum sprechen, kann das Halten einer Rede belastend sein. Hier sollte immer daran gedacht werden, dass keiner der Anwesenden mit einer perfekten Rede rechnet und diese auch nicht erwartet. Der Redner sollte versuchen sich zu entspannen und kleinere Pannen einfach wegzulächeln. Das Halten der Hochzeitsrede sollte immer als das gewertet werden, was sie ist: Ein Geschenk an das Brautpaar.

Medienpartner
Anzeigen