Die Krönung der Trauung: Trausprüche und Gelöbnisse

Auch persönliche Eheversprechen mit selbst formulierten Texten sind heute keine Seltenheit mehr. Foto: 77SG
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Ist der Tag der kirchlichen Trauung gekommen, wird das Brautpaar seine Ehe vor Gott schließen und sich dessen Segen einholen. Dazu gibt es eine Fülle von Trausprüchen, aus denen das Paar auswählen kann. Aber auch die, die sich das Ja-Wort „nur“ vor dem Standesamt geben, können ihre Eheschließung mit einem Spruch krönen lassen.


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Während einer Trauung in der Kirche werden meist Sprüche aus der Bibel verwendet. Gemeinsam sollte sich das Brautpaar einen Spruch aussuchen, der zu ihnen passt und mit dem sie sich identifizieren können. Der ausgewählte Spruch wird im Vorgespräch mit dem Pfarrer bekanntgegeben. In den meisten Fällen wird der Geistliche den Spruch dann auch vortragen. Je nach Wunsch können Braut und Bräutigam sich aber auch gegenseitig den Trauspruch sagen und ihrer Trauung damit eine persönliche Note geben. Auch bei der standesamtlichen Trauung kommen Trausprüche immer mehr in Mode. Die sind dann meist nicht kirchlich, sondern entspringen berühmten Zitaten. Auch hier kann der gewünschte Spruch vorher mit dem Standesbeamten besprochen und in die Zeremonie eingebaut werden. Einige Beispiele zeigen wir unten.

Das Treuegelöbnis

Während der kirchlichen Trauung ist es üblich, dass der Pfarrer dem Hochzeitspaar das Treue- oder Ehegelöbnis abnimmt. Hier wird dem Brautpaar die Frage aller Fragen gestellt, auf die es nur eine Antwort geben sollte: „Ja, mit Gottes Hilfe“. Damit bezeugen sie vor Gott die Ehe. Gleiches gilt übrigens auch für die standesamtliche Trauung. Auch hier muss von Braut und Bräutigam mit „Ja“ oder „Ja, ich will“ geantwortet werden. Denn, ohne dieses Versprechen keine Ehe. Anschließend kann von Braut und Bräutigam das Ehegelöbnis gesprochen werden. Das kann entweder vom Pfarrer verlesen werden und das Brautpaar spricht die Passagen nach, oder Braut und Bräutigam haben den Text auswendig gelernt und sprechen ihn frei. Ablesen geht natürlich auch. Inzwischen geben sich Paare ganz persönliche Eheversprechen mit selbst formulierten Texten. Auch diese können während der Trauung in der Kirche oder im Standesamt vorgetragen werden. So eine Liebeserklärung vor dem Altar oder dem Standesbeamten ist immer besonders schön, weil es oft sehr persönliche und anrührende Worte sind.

Trausprüche weltlich:

„Einen Menschen lieben, heißt einwilligen, mit ihm alt zu werden.“ – Albert Camus

„Du bist zeitlebens verantwortlich für das, was du dir vertraut gemacht hast.“ – Antoine de Saint-Exupéry

„Die Erfahrung lehrt uns, dass die Liebe nicht darin besteht, dass man einander ansieht, sondern, dass man in die gleiche Richtung blickt.“ – Antoine de Saint-Exupéry

„Das große Glück der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.“ – Julie Jeanne-Eléonore de Lespinasse

„Wer den anderen liebt, lässt ihn gelten, so wie er ist, wie er gewesen ist und wie er sein wird.“ – Michael Quoist

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ – Antoine de Saint-Exupéry

„Die Ehe ist eine Brücke, die man täglich neu bauen muß, am besten von beiden Seiten.“ – Ulrich Seer

„Liebe ist das einzige, was wächst, wenn wir es verschwenden.“ – Ricarda Huch

„Der hat immer etwas zu geben, dessen Herz voll ist von Liebe.“ – Aurelius Augustinus

„Einzeln sind wir Worte, zusammen ein Gedicht.“ – Georg Bydlinkski

Liebe gibt nichts als sich selbst und nimmt nichts als von sich selbst. Liebe besitzt nicht, noch lässt sie sich besitzen; denn die Liebe genügt der Liebe.“ – Khalil Gibran

Trausprüche kirchlich

„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die Größte unter ihnen.“ – 1. Korintherbrief 13,13

„Lasst uns aufeinander Acht haben und uns zur Liebe und zu guten Werken anspornen.“ – Hebräer 10,24

„Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.“ – 1. Korintherbrief 13,7

„Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch.“ – Rut 1,16

„Vergesst nicht den Bund, den der Herr, euer Gott, mit euch geschlossen hat.“ – Deuteronomium 4,23

„Dein Volk ist mein Volk. Und dein Gott ist mein Gott. Nur der Tod wird mich von dir scheiden.“ – Rut 1,16-17

„Die Liebe sei ohne Falschheit. Hasst das Böse, haltet fest am Guten. Eure brüderliche Liebe sei herzlich. Einer kommt dem anderen mit Ehrbietung hervor.“ – Römerbrief 12,9

„Denn der Geist, den uns Gott gegeben hat, macht uns nicht zaghaft, sondern gibt uns Kraft, Liebe und Selbstbeherrschung.“ – 2. Thimotheusbrief 1,7

„Unsere Liebe darf nicht aus leeren Worten bestehen. Es muss wirkliche Liebe sein, die sich in Taten zeigt.“ – 1. Johannesbrief 3,18

„Meine Zeit steht in deinen Händen. Errette mich vor der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen.“ – Psalm 31,16

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