Die Hochzeit: Großer Tag in kleinen Etappen

Mit der Einteilung des großen Tages in Etappen ist dieser leichter zu bewältigen. Foto: Pixabay (Public Domain)

Beim Gedanken an den Hochzeitstag verspüren viele in erster Linie Vorfreude, jedoch auch große Anspannung. So wird der schönste Tag meist nur in seiner Gesamtheit, als große Herausforderung, betrachtet. Dabei kann sich die Aufregung durchaus minimieren lassen, wenn man die einzelnen Etappen des Tages zeitlich gut durchplant und sich so wie durch eine To-Do-Liste arbeiten kann. Da finale Absprachen bereits in der Vorwoche getroffen wurden (regionalHochzeit.de berichtete), sodass alle Protagonisten wissen, wann was wo sein muss. Jetzt geht es also an die Umsetzung – und die könnte sich zeitlich so abspielen:


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6.00 Uhr – Das Aufstehen

Braut und Bräutigam haben sich sicherlich für den großen Tag nicht nur einen Wecker gestellt, die meisten Zukünftigen wachen jedoch schon vor dem Läuten auf – nicht zuletzt durch die Vorfreude und Nervosität. Ganz wichtig ist es, sich hier nicht gleich verrückt zu machen und den Tag entspannt anzugehen.

6.30 Uhr – Die Grundlage 

Um die Zeit bis zur ersten festen Nahrungsaufnahme gut zu überstehen, empfiehlt sich ein reichhaltiges Frühstück. Auch wenn die Aufregung sicherlich den Appetit zügelt, sollte unbedingt versucht werden, so viel wie möglich zu essen, um eine ausreichende Grundlage für die lange Zeit bis zum Empfang ohne Magenknurren zu schaffen und auch das ein oder andere Gläschen Sekt besser zu vertragen. Außerdem ist ein letztes gemeinsames voreheliches Frühstück der Brautleute sicherlich auch gut für die Nerven.

7.30 Uhr – Das Styling

Jetzt wird gebürstet, toupiert, gefönt und geschminkt – die Stylistin oder der Stylist kommt ins Haus oder die Braut tritt ihren Weg in den Salon an. Gerade für die Hochzeitsfrisur sollte ruhig eine Stunde Zeit eingeplant werden, je nachdem, wie aufwendig diese ist. Trägt die Braut lediglich lockere Wellen mit einem Blumenkranz, sind diese sicherlich schneller gemacht als eine komplizierte Hochsteckfrisur mit Haarteilen, allerlei Nadeln und Verzierungen. Sollte die Braut bestimmte Accessoires im Haar haben wollen, sollte sie diese am besten schon am Vorabend rauslegen, sodass auch nichts vergessen wird. Das Braut-Make-Up folgt im Anschluss und sollte nicht länger als 30 Minuten benötigen. Während die Braut entsprechend vorbereitet wird, prüft der bereits fertig angezogene Bräutigam, ob alles Wichtige bereits parat liegt und holt den Brautstrauß ab. 

9.00 Uhr – Die Kleidung

Jetzt wird aus der halben eine ganze Braut, denn es geht ins Hochzeitskleid. Hierfür sollten im Vorfeld viele helfende Hände bestimmt werden, wenn es sich um ein sehr pompöses Kleid handelt. Neben der Brautmutter und/oder der Schwester bieten sich hier natürlich auch die Trauzeugin oder die Brautjungfern an. Diese Aufgabe wollen sicherlich viele gern übernehmen. Auch wenn dieser Punkt nicht sehr zeitaufwendig erscheint, so sollte nichts desto trotz ruhig eine Stunde Ankleidezeit eingeplant werden.

10.00 Uhr – Die Abholung

Nun wird die Braut abgeholt. Je nach Kleid und persönlichem Geschmack sollte es für den großen Tag schon ein besonderes Gefährt sein. Ist das Kleid sehr voluminös, sollte auch das Fahrzeug entsprechend gewählt werden.

10.20 Uhr – Die Ankunft

Wenn die Braut am Trauort eintrifft, sollten bestenfalls alle Gäste und natürlich ihr Zukünftiger bereits vor Ort sein. Während die Gäste bereits in der Kirche oder im Standesamt Platz genommen haben, sollten die Personen, mit denen das Brautpaar den Einzug plant, draußen auf die Frau des Tages warten und sie gebührend empfangen. 

10.30 Uhr – Der Einzug

Je nach Geschmack kann der Bräutigam, dem amerikanischen Vorbild folgend, bereits am Altar auf seine Liebste warten, die dann von ihrem Vater zu diesem geführt wird. Es ist aber auch möglich, dass Braut und Bräutigam gemeinsam einziehen. Letzteres ist gerade bei standesamtlichen Hochzeiten durchaus die Norm. Eine kirchliche Trauung kann, schon allein aufgrund der Platzverhältnisse durchaus individueller gestaltet werden. In der Regel holt der Pastor oder Pfarrer das Brautpaar am Portal ab und betritt zusammen mit ihnen die Kirche. Meist folgen die Brauteltern, die Trauzeugen und, wenn vorhanden, die Brautjungfern. 

11.00 Uhr – Das Ja-Wort

Je nachdem, ob kirchlich oder standesamtlich geheiratet wird, kann die Trauzeit ein wenig variieren. Eine standesamtliche Trauung dauert in der Regel nicht länger als 20 Minuten. Da bei einer kirchlichen Trauung jedoch weitere individuelle Bausteine hinzukommen können, kann es hier etwas länger bis zum Ja-Wort dauern. So kann sowohl ein individuelles Eheversprechen als auch ein musikalischer Beitrag die Trauung ein wenig in die Länge ziehen. 

11.30 Uhr – Der Auszug

Nachdem nun die Ringe getauscht wurden, können Braut und Bräutigam ihren ersten Weg als Ehepaar beschreiten. Hierbei geht die Braut nun rechts von ihrem Angetrauten. Vor der Kirche bzw. dem Standesamt haben sich nun schon zahlreiche Gratulanten versammelt, die die Frischvermählten auf unterschiedlichste Art empfangen können.

12.00 Uhr – Der Sektempfang

Der Sektempfang findet in der Regel am Trauort statt und wird von den Trauzeugen organisiert. In diesem Zuge können auch gleich die ersten Fotos als Ehepaar gemacht werden und die restlichen Hochzeitsgäste können schon einmal ins Gespräch kommen.

13.00 Uhr – Die Feier

Auch wenn die Feierlocation vielleicht nicht ganz weit entfernt vom Trauort ist, so sollte doch eine gute Stunde eingeplant werden, bis auch wirklich alle eingetroffen sind. Um die gute Stimmung nicht durch hungrige Gäste zu schmälern, sollten bei Ankunft bereits kleinere Häppchen gereicht werden. Auch ein Begrüßungsgetränk lockert sicherlich Gäste und somit auch die Stimmung. Während die Gäste sich mit der Location vertraut machen und vielleicht auch schon die Tischordnung beäugen, kann das Brautpaar sich noch einmal einander widmen.

14.00 Uhr – Die Fotos

Denn jetzt geht es an die Hochzeitsfotos. Ist die Location landschaftlich besonders schön gelegen, bietet sie somit natürlich die perfekte Kulisse für das strahlende Glück. Je nachdem, was das Brautpaar sich für ihr Hochzeitsalbum wünscht, kann das Shooting gut eine Stunde dauern.

15.00 Uhr – Der Kuchen

Bevor es an das Unterhaltungsprogramm geht, sollten noch Kaffee und Kuchen serviert werden. Für viele gehört das einfach zu einer Feier dazu und eignet sich auch hervorragend, um neue Kraft zu tanken und die Zeit zum großen Hochzeitsmahl zu überbrücken. Folgen Braut und Bräutigam dem gängigen Brauch, wird die Hochzeitstorte hier noch nicht angeschnitten, sondern erst um Mitternacht. Das ist aber natürlich keine Pflicht und liegt vollkommen im Ermessen der Frischvermählten. 

16.00 Uhr – Die Unterhaltung

Die nächsten zwei Stunden sollten nicht ohne Unterhaltung der Gäste verstreichen. Hier sind sowohl die ersten Gesangseinlagen der Band als auch komödiantische oder artistische Darbietungen möglich. Eventuell haben auch die Trauzeugen noch einiges an Programmpunkten für das Brautpaar geplant oder spezielle Geschenke, die mit größerem Aufwand überreicht werden sollen.

18.00 Uhr – Die Ansprache

Sie gehört einfach zum Pflichtprogramm jeder Hochzeit – die Ansprache des Bräutigams. Der beste Zeitpunkt hierfür ist die Zeit vor dem Hochzeitsessen. In der Regel begrüßt der Bräutigam die Gäste und bedankt sich für ihr Kommen, bevor er das Hochzeitsbuffet eröffnet. Ist kein Buffet, sondern ein Menü geplant, so ist der perfekte Zeitpunkt für die Ansprache häufig die Zeit zwischen Vorspeise und Hauptgang, wenn wirklich alle auf ihrem Platz sind und dem Bräutigam somit die ungeteilte Aufmerksamkeit zuteil wird. 

18.15 Uhr – Das Essen

Ob nun Buffet oder Menü – das liegt ganz im Ermessen des Brautpaares. Ein Menü gilt in der Regel als feierlicher, birgt jedoch die Gefahr, dass der Gaumen einiger Gäste mit den zuvor ausgewählten Speisen nicht getroffen wird. Ein Buffet hingegen bieten meist für jeden Geschmack etwas und fördert die Kommunikation unter den Gästen. Für welche Form der Bewirtung sich das Brautpaar auch entscheidet, wichtig ist, dass für das Essen ausreichend Zeit eingeplant wird und keiner schlingen muss.

20.00 Uhr – Die Rede

Im Anschluss an das Buffet oder vor dem Nachtisch des Menüs hat der Brautvater seinen großen Auftritt und hält die obligatorische Rede (regionalHochzeit.de berichtete). Diese sollte in der Regel nicht länger als zehn Minuten dauern. Hierbei sollte es sich inhaltlich natürlich in erste Linie um das Brautpaar handeln. Auch erheiternde Anekdoten aus ihrem bisherigen gemeinsamen Weg dürfen gern in die Rede einfließen. Witze, die unter die Gürtellinie gehen oder Braut oder Bräutigam unangenehm sein könnten, sollten lieber vermieden werden. 

21.00 Uhr – Der Eröffnungstanz

Jetzt geht´s für das Brautpaar aufs Parkett. Der Eröffnungstanz ist sicherlich, ob nun als klassischer Walzer oder choreographierte Tanzeinlage, eines der Highlights des Hochzeitstages. Ist das Brautpaar bereit für tanzende Gesellschaft, sollte die Band entsprechende tanzbare Stücke wählen, die aller anwesenden Altersklassen gleichmäßig bedienen.

00.00 Uhr – Die Hochzeitstorte

Nachdem nun stundenlang gefeiert und getanzt wurde, folgt ein weiterer Höhepunkt der Hochzeitsfeier – der Anschnitt der Hochzeitstorte. Hierbei wird die Hochzeitsgesellschaft ganz besonders darauf achten, wer die Hand beim Anschnitt oben hat, denn derjenige soll nach dem Brauch zukünftig das Sagen in der Ehe haben. Nach diesem letzten Programmpunkt wird nun sicherlich die Nacht zum Tag gemacht und auch das Brautpaar kann nun ganz ungezwungen mit seinen Liebsten feiern.

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