Die Brautmutter – der Hochzeits-Allrounder

Seit jeher eng verbunden: Die Braut und ihre Mutter. Foto: bilderstoeckchen

Vertrauensperson, Ratgeberin, „Beruhigungsmittel“ und für viele sogar beste Freundin – die Brautmutter ist seit jeher eng mit ihrer Tochter verbunden und stellt auch während der Hochzeitsvorbereitungen und der eigentlichen Feier eine wichtige moralische und organisatorische Stütze für die Braut dar.


Anzeige

So reichen ihre Aufgaben von der Hotelbuchung für auswärtige Gäste, über den Transport selbiger, bis hin zur Auswahl der Blumenarrangements. Auch das Erstellen der Gästeliste wird traditionell federführend von der Brautmutter organisiert. Hierzu trifft sie sich mit der Mutter des Bräutigams, um sicherzustellen, alle Verwandten berücksichtigt zu haben. Eine Aufgabe der Mütter, da diesen zugesprochen wird, einen besseren Überblick über alle einzuladenden Familienmitglieder mit Anhängen zu haben. Sind die Rückantworten eingetroffen, erstellt die Brautmutter die finale Gästeliste und einen entsprechenden Sitzplan – natürlich heutzutage in Absprache mit dem Brautpaar.

Auch bei der Auswahl des Brautkleides lassen sich viele gern von ihrer Mutter beraten. Oft werden die Kosten für dieses auch von den Brauteltern übernommen. Ob nun ein neues, ein maßgeschneidertes, oder das geliehene Brautkleid der Mutter – hier müssen Mutter und Tochter eine Lösung finden, die final vor allem die Braut überzeugt.

Die Hochzeitstorte wurde in der Vergangenheit noch von der Brautmutter gebacken. Auch dies ist heute eher nicht mehr üblich, vielmehr bietet sie ihre Unterstützung bei der Suche nach dem richtigen Konditor an und klärt mit ihm die Wünsche des Brautpaares.

Ebenso wird der Mutter der Braut ein „gutes Auge“ zugesprochen, sodass ihr auch oft die Auswahl des Fotografen für den Tag der Tage zufällt. Ihre Aufgabe ist es, das Brautpaar vor Hobby-Fotografen zu bewahren, die nicht die nötige Professionalität für die Portrait- und Familienaufnahmen haben.

Am Hochzeitstag selber ist die Brautmutter ganz nah bei ihrer Tochter und versucht aufkommende Nervosität und Panik im Keim zu ersticken. Zusammen mit der Trauzeugin und den Brautjungfern, wenn vorhanden, kümmert sie sich auch um das Ankleiden ihrer Tochter und achtet darauf, dass an alles gedacht wurde und alles perfekt sitzt. Immer mit Bedacht auf den geplanten Tagesablauf und mit nötigen Ansagen zur richtigen Zeit.

Welche Aufgaben die Brautmutter tatsächlich übernimmt, ist in erster Linie auch eine Frage der Planungsaufwands und des Umfangs der Hochzeitsfeier. Kleinere Feiern mit begrenzter Gästeanzahl werden meist ausschließlich vom Brautpaar organisiert, bei größeren Feiern teilen sich die Aufgaben auf alle bereitwilligen Helfer. Immer jedoch fungiert die Mutter als moralischer Beistand ihres „Mädchens“ – warum sollte sich dies auch bei einer Hochzeit ändern?

Medienpartner
Anzeigen