Der richtige Ton zur richtigen Zeit: Die Hochzeits-Musik

Band, DJ, oder Musik aus der Konserve? Nicht zuletzt eine Kostenfrage. Foto: Pixabay (Public Domain)
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Ob nun glücklich oder melancholisch, Musik kann bei den Rezipienten ganz unterschiedliche Gefühle auslösen – je nach persönlicher Bedeutung. Musik eignet sich hervorragend dazu, das Liebesglück von Brautpaaren zu untermalen und bei den Gästen ähnliche Emotionen hervorzurufen, sodass sie auf keiner Hochzeitsfeier fehlen darf. Doch gerade die Tatsache, dass bestimmte Stücke bestimmte Gefühle auslösen, zwingt die Zukünftigen dazu bei der Musikwahl nichts dem Zufall zu überlassen. Ein wahlloses Abspielen von gemischten Playlists ist nicht nur unpersönlich, es wird auch dem romantisch-festlichen Charakter des schönsten Tages im Leben nicht gerecht. Aber wie sorgt man richtig für die klangvolle Untermalung seiner Traumhochzeit? Bucht man nur einen DJ, eine Band, oder gar beides? Mit welchen Kosten sollte man rechnen und welcher Musikstil passt zu welchem Teil der Hochzeitsfeier?


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  1. Band oder DJ?
    Beides. Die Hochzeit und die damit verbundenen Feierlichkeiten unterscheiden sich im Laufe des Tages. Dies sollte natürlich auch musikalisch ausgedrückt werden. Während der Eröffnungstanz sicherlich erinnerungswirksamer ist, wenn er von einer Live-Band gespielt wird, als aus der Konserve zu kommen, muss diese nicht unbedingt bis spät in die Nacht spielen, um die Gäste auf der Tanzfläche zu halten. Generell empfiehlt es sich zu den Höhepunkten des Trautages eine Band spielen zu lassen, um diesen die nötige Gewichtung zukommen zu lassen. So sollte die Band die Hochzeitsgesellschaft in der Feierlocation musikalisch in Empfang nehmen, die Essenszeit sanft begleiten, den gewählten Song für den Eröffnungstanz spielen sowie die ersten Tanz-Sets nach diesem. Die meisten Bands bieten eine reguläre Spielzeit von bis zu fünf Stunden an. Eine Verlängerung kann sowohl im Vorfeld, als auch noch am Abend gegen Aufpreis gebucht werden. Ein DJ kann in der Regel bis zu sechs Stunden gebucht werden und sollte nach der Band für die richtige Partystimmung bis tief in die Nacht sorgen. Hier geht es in erster Linie nur noch darum, die Feiernden optimal zu unterhalten und zum ausgelassenen Tanzen zu animieren. Auch wenn die Kombination von Band und DJ als optimal gesehen wird, so ist dies letztendlich immer noch eine Frage des Geldbeutels und des zuvor definierten Budgets.
  2. Welche Musik zu welchem Zeitpunkt?
    Während der Trauung, welche sich in zwei Programmpunkte unterteilen lässt, kann auf Musik aus der Konserve zurückgegriffen werden. Das Brautpaar sollte sich vorher überlegen, welche Lieder eine besondere Bedeutung für sie haben. Vielleicht gibt es ein besonderes Stück, bei welchem sich die Trauwilligen kennengelernt haben und welches beide mit positiven Emotionen verbinden. Dieses kann dann gut zum Einzug der Braut bzw. Brautleute gespielt werden, oder, wenn möglich, beim Eheversprechen. Zum Auslaufen der Brautleute sollte ein möglichst fröhlicher Song ausgewählt werden, der die Euphorie der Frischgetrauten untermalt. Einige Standesämter erlauben auch den Einsatz einer Sängerin oder eines Sängers, dies sollte aber unbedingt früh genug erfragt werden. Generell wird die Musik per CD-Player abgespielt. Auch hier müsste geklärt werden, ob dieser vom Standesamt gestellt werden kann, oder das Brautpaar selber dafür sorgen muss.
    Am Nachmittag findet sich die Hochzeitsgesellschaft in der Feierlocation ein. Hier wird dann häufig Kaffee und Kuchen oder gleich das Essen gereicht. Zur Begleitung kann die gebuchte Band sanfte, unaufdringliche Musik spielen, die die Gäste nicht in ihren Gesprächen behindert. Der folgende Eröffnungstanz sollte ebenfalls live besungen werden. Gerade hier kann das Paar sich wieder einen für sie bedeutenden Song auswählen, wenn es nicht auf den klassischen Walzer zurückgreifen will. Die ersten Tanz-Sets, die dafür sorgen sollen, dass sich die Tanzfläche nach dem Eröffnungstanz füllt, sollten ebenfalls noch von der Band erfolgen. Live-Musik beschwingt mehr und lockert die vielleicht zu diesem Zeitpunkt noch „verkrampften“ Tanzfüße der Hochzeitsgäste. Nach der regulären Spielzeit der Band mit eventueller Verlängerung sollte dann ein Profi-DJ übernehmen, um die Tanzfläche gefüllt zu halten. Alle Programmpunkte sind dann abgehakt und es darf ausgelassen gefeiert werden. So lange, bis die Feierfüße müde werden.
  3. Wie organisieren?
    Um seine Wunsch-Band zu bekommen, sollten Brautpaare frühstmöglich die entsprechende Anfrage stellen. Gerade gefragte Hochzeitsbands werden mitunter lange im Voraus verpflichtet. Idealerweise sollte die Anfrage also schon gestellt werden, sobald der genaue Hochzeitstermin feststeht. Um ein möglichst konkretes Angebot zu erhalten, sollte neben dem Termin auch der Veranstaltungsort und die Spielzeit benannt werden. Ist im Vorfeld schon abzusehen, dass die Band länger als die regulären fünf Stunden spielen soll, sollte gleich die entsprechende Verlängerungszeit mit angefragt werden. Für gute Hochzeits-DJs gilt das gleiche. Auch hier heißt es, „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Wer nicht auf eigene Erfahrungen als Hochzeitsgast zurückgreifen kann und somit schon gute Bands und DJs hören konnte, der sollte sich intensiv der Online-Recherche widmen, oder eine regionale Agentur verpflichten, die bestenfalls auf langjährige Erfahrung zurückblicken kann. Auch ein Hochzeitsplaner hat sicherlich die passenden Bands und DJs in seinem Leistungskatalog und kann entsprechende Angebote organisieren.
  4. Wie hoch sind die Kosten?
    Für eine vierköpfige Band sollten Hochzeitspaare bei einer Spielzeit von etwa fünf Stunden mit Kosten zwischen 2000 und 3000 Euro rechnen. Verlängerungen werden meist nach einem zuvor definierten Stundensatz berechnet. Hier kommt es auch darauf an wie erfolgreich die Band bereits ist, an welchem Wochentag die Hochzeit stattfindet und in welcher Region. Je beliebter die Band, desto höher die Nachfrage und somit auch der Preis. Auftritte unter der Woche sind meist günstiger, als Termine an Wochenenden oder Feiertagen. Kommt die Band aus München, ist aber für eine Hochzeit in Braunschweig gebucht, hat auch dies Auswirkungen auf den Preis. Paare, die hier nicht zu tief in die Tasche greifen möchten, könnten auch regionalen Newcomern eine Chance geben, sollten die Arbeitsproben überzeugen. Dadurch, dass diese Bands möglichst viel Spielpraxis sammeln möchten und die Nachfrage noch nicht so hoch ist, kann hier unter Umständen ein Schnäppchen gemacht werden. Die Buchung eines DJs ist natürlich günstiger, als die Buchung einer Band. Bei einer Spielzeit von etwa sechs Stunden kann hier mit Kosten zwischen 650 und 1000 Euro gerechnet werden.

Natürlich ist die Ausrichtung einer Hochzeit mit hohen Kosten verbunden. Brautpaare sollten deshalb unbedingt Prioritäten setzen und eventuelle Einsparpotenziale prüfen (13 Spar-Tipps von regionalHochzeit.de). Da die Musik das Brautpaar und die Hochzeitsgesellschaft den ganzen Tag begleiten wird, lohnt es sich sicher, an einem anderen Ende den Rotstift anzusetzen.

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