Damit alles passt: Tipps für den Brautkleid-Kauf

Der besondere Anlass fordert natürlich ein besonderes Kleid. Der Kauf desselbigen stellt jedoch auch eine besondere Herausforderung dar. Foto: Pixabay (Public Domain)
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Die Hochzeitsplanung startet in der Regel bereits ein Jahr im Voraus. Sobald sie (oder er) „ja“ gesagt hat, werden sich die kommenden Monate nur noch um die Ausrichtung des schönsten Tages im Leben drehen. Die zukünftige Braut sollte zu diesem Zeitpunkt schon die ersten Online-Recherchen betreiben, Brautmoden-Kataloge wälzen und eventuell sogar eine regionale Hochzeitsmesse besuchen. Vor dem Gang ins Brautmodengeschäft kann so schon einmal eine Vorauswahl der Modelle getroffen werden, die den persönlichen Geschmack treffen, aber auch dem individuellen Figurtyp entsprechen. Trotz guter Vorbereitung kann es jedoch passieren, dass man im Fachhandel dann von der Fülle an Kleidern und Accessoires förmlich erschlagen wird. Damit die Braut nicht mit einem unguten Gefühl in die Hochzeitsvorbereitungen einsteigt, sollten folgende Tipps berücksichtigt werden:


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Zu viele Köche verderben den Brei

Natürlich sollte die Zukünftige nicht völlig allein durch die Brautmodengeschäfte ziehen, allerdings sollte sie auch nicht von mehr als zwei Vertrauten begleitet werden. Das kann sowohl die Mutter als auch die Schwester oder beste Freundin sein. Diese können dann zu jedem Modell ihre ehrliche Meinung abgeben und die Braut somit tatkräftig unterstützen. Wer Angst hat, dass eine laut geäußerte Kritik vielleicht zu Spannungen führen könnte, kann auch vorab einen Abstimmungs-Modus kreieren, in welchem die Begleiterinnen ihre Meinung zu dem jeweiligen Kleid anonym notieren.

Mit oder ohne?

Make-Up und Lippenstift haben bei einer Brautkleid-Anprobe nichts verloren. Die zukünftige Braut sollte daher „oben ohne“ die Brautmodengeschäfte ihrer Wahl besuchen, sodass die Kleider nicht befleckt und entsprechend gereinigt werden müssen.

Flach oder hoch hinaus?

Um die Wege zwischen den einzelnen Brautmodengeschäften zu meistern, sollte die Zukünftige auf flaches Schuhwerk setzen. Für die Anprobe der Kleider empfiehlt sich jedoch die Mitnahme von Pumps mit der Absatzhöhe, die später auch auf der Hochzeit getragen werden soll, damit Rock- und Saumlänge geprüft werden können. Viele Brautmodengeschäfte bieten jedoch auch eine Auswahl an Brautschuhen an, die in diesem Zuge auch gleich anprobiert werden können.

Und untendrunter?

Auch unter der Kleidung sollte die zukünftige Braut sich eher zurückhalten. Die Wäsche sollte in natürlichen Farben wie weiß oder hautfarben gehalten sein. Beim BH empfiehlt es sich, ein trägerloses Modell zur Anprobe zu tragen, damit die Träger bei einem Bandeau-Modell nicht störend hervorgucken. In vielen Kleidern ist jedoch schon ein Bustier eingenäht, sodass bei der Anprobe auch ganz auf den BH verzichtet werden kann.

Wieviel Zeit einplanen?

Für die Anprobe sollte man sich einen ganzen Tag freihalten, um nicht gestresst in die verschiedenen Kleider zu springen und sich genügend Zeit für die Begutachtung und des Für und Wider nehmen zu können. Eine qualifizierte Beratung nimmt in der Regel bis zu drei Stunden in Anspruch. In dieser Zeit sollten nicht mehr als acht Kleider pro besuchtem Shop anprobiert werden. Insgesamt sollten nicht mehr als zwei Geschäfte an einem Tag aufgesucht werden. Vorteilhaft ist es, wenn die Braut sich vorab schon auf einen bestimmten Kleiderstil eingeschossen hat, sodass die Fachverkäuferin gleich eine entsprechende Auswahl anbieten kann.

Anderes Licht, andere Wirkung

Die versierte Shopperin weiß es sicherlich schon – Kleidungsstücke wirken in verschiedenen Lichtverhältnissen unterschiedlich. So kann ein Brautkleid, dass bei künstlichem Shop-Licht anprobiert wird, blickdicht und strahlend weiß wirken, im Tageslicht aber den Blick auf die Dessous freilegen und eher cremefarben erscheinen. Daher wäre es ratsam, dass die Modelle, die anprobiert werden, auch kurz ins Tageslicht geführt werden, damit die Braut die Farbechtheit und Opazität prüfen kann.

Lieber eine Nummer kleiner?

Auch wenn viele Bräute, bedingt durch den Planungsstress und den Willen im Brautkleid einfach umwerfend auszusehen, vor dem großen Tag noch einige Kilos verlieren, sollte das Brautkleid trotzdem nicht zu eng gewählt werden. Es ist wesentlich einfacher, ein etwas zu groß gewordenes Kleid enger machen zu lassen, als sich in ein Kleid zu zwängen, dass im Anschluss keinerlei Bewegungsfreiheit mehr zulässt. Die Zukünftige sollte daher auch die von ihr ins Auge gefassten Modelle bei der Anprobe auf deren Bewegungstauglichkeit prüfen und ruhig einige gängige Bewegungen vor dem Spiegel vollziehen. Können ausreichend große Schritte gemacht werden? Können die Gäste herzlich umarmt werden? Wie sieht es mit den Tanzschritten aus? Das Kleid sollte auf jeden Fall auf Herz und Nieren geprüft werden, damit die Braut sich an ihrem schönsten Tag nicht wie auf Eiern fortbewegen muss.

Traumkleid gleich kaufen?

Sicherlich ist es ein überwältigendes Gefühl, wenn man das Kleid seiner Träume gefunden hat und einfach alles passt. Trotz aller verständlicher Euphorie sollte jedoch nicht gleich „zugeschlagen“ werden, sondern lieber noch ein Tag Bedenkzeit eingeräumt werden. Ist das Kleid am darauffolgenden Tag immer noch der persönliche Traum in weiß, der wie angegossen passt, hat die Zukünftige ihr Kleid gefunden und kann es stolz mitnehmen.

Probieren und dokumentieren

Auch wenn die zukünftige Braut sicherlich schon eine genaue Vorstellung von ihrem Traumkleid hat, sollte sie doch offen für Experimente sein und vielleicht auch Modelle anprobieren, die sie bisher nicht in die engere Wahl genommen hat. Kleider entfalten ihre Wirkung erst, wenn sie angezogen werden und können auf der Stange oft nicht ihr volles Potenzial entfalten. „Kämpft“ die Braut sich an dem Anprobetag durch verschiedene Geschäfte und probiert viele Kleider an, kann schnell der Überblick verloren werden. Eine detaillierte Dokumentation ist hier sehr hilfreich, um sich auch zu Hause noch korrekt zu erinnern. Am besten ist es, wenn die Begleiterinnen der Braut sie in den verschiedenen Modellen fotografieren und folgende Sachen notieren:

  • Name des Brautkleides
  • Größe/ Passform des Brautkleides
  • Preis des Brautkleides und eventuell benötigter Änderungen
  • Lieferzeit des Brautkleides
  • Erster Eindruck des Brautkleides
  • Mögliche Accessoires
  • Adresse des Brautmodengeschäftes
  • Ansprechpartner im Geschäft

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