Brautpaare dürfen sich nur ohne Gäste, oder maximal mit Trauzeugen das Ja-Wort geben.
Brautpaare dürfen sich nur ohne Gäste, oder maximal mit Trauzeugen das Ja-Wort geben. Foto: Pixabay (Public Domain)

Corona-Krise: Kontaktlos Ringe tauschen?

Die Corona-Krise hat die Welt fest im Griff. Nach dem von Bund und Ländern beschlossenen Kontaktverbot, sollen soziale Kontakte auf ein Minimum reduziert werden, um die weitere Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Doch, was heißt das nun für Brautpaare in der Region?

Es sollte der schönste Tag im Leben werden, ein heiteres Fest im Kreise der Liebsten. Hierfür wurde geplant, das Aufgebot bestellt, die Location und das Catering gebucht und die Einladungen verschickt. Paare, die sich für das Ja-Wort im März oder April dieses Jahres entschieden haben, müssen nun jedoch mit erheblichen Einschränkungen ins Eheleben starten. So war es zunächst untersagt worden, Hochzeiten im größeren Rahmen zu feiern. Die Höchstzahl der erlaubten Gäste wurde zunächst auf 100 beziffert, dann auf 50 reduziert. Bereits zu diesem Zeitpunkt mussten viele Paare auf die geplanten Hochzeitsfeierlichkeiten verzichten. Aufgrund des nun verabschiedeten Kontaktverbotes, verringert sich die Zahl der erlaubten Anwesenden nun auch beim Ja-Wort in den Standesämtern der Region erheblich.

Die Stadt Wolfenbüttel gibt bekannt, dass Eheschließungen im Standesamt wie vereinbart stattfinden, jedoch nur noch im erforderlichen Kreis. Versammlungen im Außenbereich des Standesamtes seien unzulässig. Den obligatorischen Sektempfang darf es also nicht geben. Wer unter diesen strengen Vorgaben lieber zu einem späteren Zeitpunkt die Ringe tauschen möchte, könne seinen Termin auch verschieben.

Auch die Stadt Braunschweig führt weiterhin geplante Trauungen durch, allerdings mit Auflagen. So müssen sich Brautpaare beim Pförtner melden, welcher sich telefonisch den Termin von der Standesbeamtin bestätigen lässt. Erst im Anschluss erfolgt die Weiterleitung des Publikums. Die Eheschließungen dürfen nur ohne Gäste erfolgen. Lediglich das Brautpaar und seine Trauzeugen dürfen anwesend sein. Die Stadt Braunschweig hat außerdem ein "Postzimmer" beim Pförtner eingerichtet, bei welchem die Unterlagen von Heiratswilligen gesammelt werden.

Auch die Stadt Salzgitter führt vereinbarte Trauungstermine weiterhin durch, allerdings gelten auch hier die bereits bekannten Beschränkungen (neben dem Brautpaar dürfen nur die Trauzeuginnen und Trauzeugen anwesend sein, jedoch nicht die Hochzeitsgesellschaft). Auf Wunsch könne der Ort auch ins Rathaus nach Salzgitter-Lebenstedt verlegt werden. Die Stadt Salzgitter bittet Bürgerinnen und Bürger sich hierzu an das Standesamt unter der Telefonnummer 05341/839-3274 zu wenden. Ferner verweist sie darauf, dass vorerst bis zum 18. April 2020 keine Trautermine angenommen werden.

Die Stadt Gifhorn verweist darauf, dass für Trauungen bis mindestens 19. April 2020 gesonderte Vorgaben gelten. Auch hier finden vereinbarte Trauungen statt, jedoch in einem minimalen Rahmen. Heißt, Brautpaare in Gifhorn sollen lediglich zu zweit den Bund der Ehe eingehen. Die Stadt Gifhorn verweist hierbei darauf, dass das Beisein von Trauzeugen nicht gesetzlich vorgeschrieben und somit nicht zwingend erforderlich ist. Auch das Aufhalten von Traugesellschaften am Rathaus (Hinterhof des Rathauses sowie auch auf dem Marktplatz) sei nicht gestattet. Ferner bestünde auch hier für das Brautpaar die Möglichkeit, einen neuen Termin zur Eheschließung zu vereinbaren.



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