Auf Nummer sicher gehen – Die Hochzeitsversicherung

"Kalte Füße" bleiben ein Risiko, für alles andere gibt es die Hochzeitsversicherung. Foto: Pixabay (Public Domain)

Was in Großbritannien schon längt gang und gäbe ist, steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen – Die Hochzeitsversicherung. Dabei ist die Absicherung der Hochzeitsfeierlichkeiten durch einen „Rücktrittskosten-Schutz“ durchaus sinnvoll, auch wenn die Absage der Traumhochzeit wohl das Letzte ist, woran das zukünftige Brautpaar denken will. Schließlich wurde monatelang geplant, Einladungskarten verschickt, die Location, das Catering, eventuelle Hotelzimmer für die auswärtigen Gäste und Entertainer und Fotografen gebucht – da kommen, je nach Gästezahl, schnell an die 10.000 Euro zusammen, auf denen das Brautpaar, ohne den entsprechenden Schutz, sitzenbleiben wird. Im schlimmsten Fall drohen dann noch Stornogebühren seitens der Veranstalter, die gerade bei größeren Feierlichkeiten noch zusätzlich ins Gewicht fallen und in einem finanziellen Desaster enden können.

Wer und was kann versichert werden?

Nichtsdestotrotz denken die wenigsten deutschen Paare daran, den schönsten Tag ihres Lebens gegen unerwartet „hässliche“ Ereignisse zu versichern. Dabei kann es verschiedenste Gründe haben, dass die Hochzeit im letzten Moment abgesagt werden muss. Das kann ein Unfall oder eine schwere Erkrankung von Braut oder Bräutigam, oder aber auch von engsten Familienangehörigen wie Eltern, Großeltern, Geschwister und Kinder sein. Auch schwere Unwetter und die damit einhergehenden Schäden sowie mögliche Insolvenzen der Hochzeitslocations können versichert werden.

Wann greift die Hochzeitsversicherung?

Folgende Szenarien sollten von der gewählten Hochzeitsversicherung im Ernstfall gedeckelt werden:

  • Kosten des Hotels/ des Restaurants/ der Hochzeitslocation bei Ausfall der Feier durch Tod, einen schweren Unfall oder eine unerwartete schwere Erkrankung bei Braut, Bräutigam sowie engsten Familienangehörigen (Eltern, Großeltern, Geschwister und Kinder)
  • Selbiges gilt bei erheblichem Schaden am Eigentum des Brautpaares (Hausbrand/ Unwetterschäden)

Was kostet die Hochzeitsversicherung?

Um sich gegen die potenziellen Risikofaktoren bestmöglich abzusichern, sollte der Abschluss einer Hochzeitsversicherung unbedingt in Erwägung gezogen werden. Diese kann mit Buchung des Hochzeitsarrangements oder spätestens 21 Tage danach erfolgen. Liegen zwischen Buchung und Hochzeit weniger als 30 Tage, muss der Abschluss der Versicherung parallel erfolgen. Die Versicherungssumme wird anhand der Gesamtkosten ermittelt. Der einmalige Versicherungsbetrag, den das Brautpaar aufbringen muss, liegt in der Regel zwischen 300 und 500 Euro, was bei der Planung einer Hochzeit wohl in den meisten Fällen nur einen Bruchteil der Gesamtkosten ausmacht.

Welche Anbieter von Hochzeitsversicherungen gibt es?

Da sich Hochzeitsversicherungen im deutschsprachigen Raum noch nicht wirklich durchgesetzt haben, ist auch die Zahl der Anbieter entsprechend überschaubar und kann somit nicht bei jeder beliebigen Versicherungsgesellschaft abgeschlossen werden. Brautpaare, die den Abschluss einer solchen Versicherung in Erwägung ziehen, sollten zunächst das Internet bemühen und die verschiedenen Preis-Leistungs-Verhältnisse miteinander vergleichen. Stoßen sie bei ihrer Recherche gar gleich auf die für sie passende Police, besteht häufig die Möglichkeit bereits online den Versicherungsvertrag dahingehend vorzubereiten, dass lediglich noch die Unterschrift beim Makler erfolgen muss.

Kein Brautpaar wünscht sich, dass die eigene Traumhochzeit zum Alptraum wird, doch leider haben sie es nicht immer selbst in der Hand. Um neben der Absage der Hochzeit und dem damit einhergehenden Gefühlschaos nicht auf noch ein finanzielles Desaster zu erleben, ist der Abschluss einer Versicherung absolut sinnvoll, um sich vor unvorhersehbaren Risiken zu schützen. „Kalte Füße“ jedoch, können nicht versichert werden.

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