Alle Leute sind schon da, außer…. – Gründe für eine verspätete Trauung

Es muss ja nicht gleich ein Achsbruch sein, jedoch sind Oldtimer, die gern als Hochzeitsauto gemietet werden, anfälliger für mögliche Defekte und können somit zu Verspätung der Braut führen. Foto: Pixabay (Public Domain)
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Es gibt natürlich nichts Schlimmeres, als zu einer Hochzeit zu spät zu kommen. Gerade Hochzeitsgäste sollten ausreichend Anreisezeit einplanen, um spätestens 30 Minuten vor der Trauung vor Ort zu sein und somit nicht den weiteren Ablauf des Hochzeitstages zu stören oder beim Reinschleichen in die Kirche oder das Standesamt unangenehm aufzufallen. Doch was, wenn die wichtigsten Protagonisten des Tages auf sich warten lassen und die Nervosität aller langsam steigt? Wenn überhaupt darf nur die Braut etwas zu spät kommen und das auch nur, um sicher zu gehen, dass bereits alle Gäste ihren Platz gefunden haben und der Mittelgang zum Altar und somit der Weg für den Einzug frei ist. Es gibt aber auch noch andere unvorhergesehene Pleiten und Pannen, die zu einer Verzögerung der Trauung führen können:


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Verflixter Verkehr

Obwohl die Braut früh genug losgefahren ist, fährt ihr Wagen nun schon seit ewigen Minuten hinter einem großen Trecker, der nicht überholt werden kann, ohne die Insassen massiv zu gefährden. Oder aber selbiger Trecker fährt nur so langsam, weil sich vor ihm ein Rückstau aufgrund eines weiter entfernten Unfalls gebildet hat. Dann sitzt die Braut quasi in der Falle und kann eigentlich nur hoffen, dass es eine nahegelegene Alternativroute gibt, auf die sie ausweichen kann, oder aber sie muss sich mit ihrer Verspätung abfinden und hoffen, dass alle und vor allem ihr Liebster auf sie warten. Geht die Route zum Standesamt oder der Kirche über die Autobahn und das Hochzeitsgefährt landet in einem Stau, der nicht einfach umfahren werden kann, so kann sie vielleicht, wie eine Braut aus Hofheim im August letzten Jahres, auf die Hilfe der örtlichen Polizei hoffen, die die Braut aus dem Stau befreiten und mittels einer eigens geschaffenen „Hochzeitsgasse“ noch rechtzeitig zu ihrer Trauung brachten. In jedem Fall lohnt es sich, mehr als rechtzeitig loszufahren, um eventuelle Verkehrshindernisse mit ausreichend Restzeit zu meistern.

Hochzeitsauto streikt

Die Suche nach dem passenden Hochzeitsgefährt ist mitunter recht zeitintensiv, gerade wenn die Braut standesgemäß in einem festlich dekorierten Oldtimer vorgefahren werden will. Diese Gefährte versprühen den Charme und die Eleganz vergangener Zeiten, sind jedoch auch anfälliger für technische Defekte jeglicher Art. Raucht es aus der Motorhaube oder der Wagen fängt aus unerfindlichen Gründen an langsamer zu werden und geht schließlich ganz aus, ist es sicherlich mit dem letzten bisschen Entspannung der Braut vorbei. In solchen Fällen hilft nur eins: Ein Plan B für Pannen. Am besten wäre es sogar, wenn die Trauzeugin in einem separaten Gefährt dem Brautauto folgt und bei einem Defekt sofort einspringen kann, um die Braut rechtzeitig zur Vermählung zu bringen. Schließlich ist Pünktlichkeit, gerade bei standesamtlichen Trauungen, absolute Pflicht, da der Termin sonst ohne Ausnahme entfällt.

Polterabend sorgt für Hangover

Falls es gar nicht anders geht und das Brautpaar nicht auf seinen Polterabend verzichten will, kann dieser auch am Abend vor der Hochzeit stattfinden. Aufgrund des kräftezehrenden nächsten großen Tages sollte das Brautpaar jedoch versuchen, einen Alternativtermin zu finden. Wenn es gar nicht anders geht, sollten sich Braut und Bräutigam zumindest beim Alkohol in Zurückhaltung üben, um den Polter-Kater am nächsten Tag zu vermeiden und zur rechten Zeit in den schönsten Tag ihres Lebens zu starten. Das gilt übrigens auch für alle anderen Gäste…

Was man nicht im Kopf hat…

…hat man in den Beinen. Wenn es dem Bräutigam obliegt die Trauringe mitzubringen, so kann es natürlich passieren, dass diese vor lauter Aufregung vergessen werden. Und laut Murphys Gesetz, geht alles schief, was schiefgehen kann und das Liegenlassen der wichtigsten Accessoires des Tages fällt erst auf, als der Bräutigam schon kurz vor dem Ziel ist. Dann hilft nur noch: Umdrehen und mit ordentlich Extra-Gas erneut auf den Weg zum Altar machen. Besser ist es definitiv, seinem Trauzeugen die Ringe anzuvertrauen, der sicherlich nicht ganz so aufgeregt und gestresst ist, wie der Mann des Tages.

Ruinierte Robe

Auch wenn es die Braut sicherlich nicht erwarten kann ihr Traumkleid endlich anzuziehen, sollte sie trotzdem bis zum Schluss damit warten. Schnell landen Essen oder Getränke auf dem edlen Stoff oder fleckige Kinderhände hinterlassen hässliche Spuren, die nicht so einfach weggerieben werden können. Doch es geht noch schlimmer: Jemand tritt auf den Schleier oder die Schleppe und selbige reißen auf dem Weg zum großen Auftritt oder die Braut bleibt mit dem Rock an der Autotür hängen, welche unschöne Ölflecken auf diesem hinterlassen. Oder die Braut bleibt auf dem Weg zum Hochzeitsauto mit dem Absatz in eine Gulli hängen, sodass dieser bricht – es gibt etliche Schreckensszenarien. Damit im Notfall das Schlimmste so gut es geht behoben oder kaschiert werden kann, sollte die Trauzeugin ein Erste-Hilfe-Set, welches eine Tube Rei, ein Nähset, eine Schere und Kleber beinhaltet, griffbereit haben, um vor allem schnell Abhilfe zu schaffen und den Zeitplan einzuhalten. Alles andere sollte die Braut mit Humor nehmen und sich von möglichen Missgeschicken nicht die Stimmung und Vorfreude auf ihren Tag vermiesen lassen.

Reizdarm

Bei hoher Anspannung kommt es nicht selten vor, dass auch bestimmte Körperfunktionen in Mitleidenschaft gezogen werden. So kann die Nervosität sich vor allem auf den Magen schlagen und die Braut ans Porzellan fesseln. Bräute, die in der Vergangenheit schon feststellen konnten, dass ihr Darm gereizt auf Anspannung reagiert, sollten unbedingt auf schwere Kost vor der Trauung verzichten und sich auch bei Kaffee und Sekt zurückhalten. Geht es trotzdem nicht anders, sollte vorher ausgekundschaftet werden, wie nah das nächste „stille Örtchen“ am Trauungsort liegt. Auch sollten die Trauzeugin, die Brautmutter und die eventuellen Brautjungfern versuchen die Frau des Tages bestmöglich abzulenken, damit ihr Zukünftiger nicht unnötig ins Schwitzen gerät.

Trödelnde Trauzeugen

…oder aber auch Eltern bis hin zum Standesbeamten oder Pfarrer – das ist natürlich sehr ärgerlich und eigentlich ein absolutes No-Go! Wer weiß, dass es einige Freunde oder Familienmitglieder generell nicht so genau mit der Pünktlichkeit nehmen, könnte in weiser Voraussicht einen früheren Zeitpunkt für die Trauung nennen oder im Vorfeld eindringlich um rechtzeitiges Erscheinen bitten. Sollten die trödelnden Gäste auch noch eine weitere Anfahrt haben, wäre es unter Umständen ratsam, diese schon einen Tag zuvor in einem nahegelegenen Hotel unterzubringen und sie am großen Tag mit ausreichend Vorlaufzeit abholen zu lassen. Auch wenn es ohne Standesbeamten oder Pfarrer natürlich nicht geht, so sind auch diese nur Menschen, die sich aus ebenso unvorhersehbaren Gründen verspäten können. Ebenfalls könnte das vorherige Brautpaar eine ähnliche Pechsträhne haben und ihrerseits schon mit Verspätung „Ja“ sagen – das hat dann natürlich auch Auswirkungen auf alle weiteren Trauungstermine.

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